200 Zuschauer wollten sich am Tag der Arbeit trotz Dauerregens das Halbfinale im Landrat-Pokal nicht entgehen lassen. Nach Verlängerung setzte sich der höherklassige Blankenburger FV beim Harzoberligisten SV Langenstein mit 2:1 durch.

Langenstein l Das Nachbarschafts-Duell weckte das Interesse etlicher Fußballfreunde. So sahen die Zuschauer eine erste Halbzeit, in der der Favorit aus der Blütenstadt dominierte. Der BFV erspielte sich viele gute Möglichkeiten, ließ vor dem Tor von SVL-Keeper Sascha Holtzheuer aber weitesgehend die notwendige Konsequenz im Abschluss vermissen. Für die verdiente Führung sorgte nach knapp einer halben Stunde Christoph Pinta.

Weil die Gäste mit ihren Möglichkeiten in Durchgang eins zu nachlässig umgingen, wurde dies kurz nach Wiederanpfiff per Ausgleich bestraft. Im Strafraum des Landesklasse-Teams herrschte ein Durcheinander, Markus Bellan bugsierte das Leder über die Linie.

Dass mehr Ballbesitz (auch auf Kreisebene) nicht unbedingt zum Erfolg führt, kann als Resümee der zweiten Halbzeit gelten, denn die Blankenburger bemühten sich immer wieder Chancen herauszuspielen, ließen den SVL dabei nur begrenzt an den Ball kommen. Hatten die Gastgeber aber das Spielgerät, suchten sie per Konter über die schnellen Angreifer den Abschluss. Die Entscheidung wurde beim Stand von 1:1 auf die Verlängerung vertagt.

Die faire Partie wurde von jetzt an etwas emotionaler. Einige kleinere Nicklichkeiten waren auf beiden Seiten zu sehen. Der BFV suchte die Entscheidung und fand sie, nachdem Marcel Schröder den Ball von der rechten Seite einmal quer durch den SVL-Strafraum flankte. Am anderen Ende stand Yunus Leventyüz goldrichtig. Der BFV hatte danach einige Konter und dazu einen Foulstrafstoß, um das Resultat klarer zu gestalten. Man scheiterte jedoch jeweils an den eigenen Nerven. Ein Borchert-Freistoß und ein Kischel-Seitfallschuss waren noch die Höhepunkte aus SVL-Sicht.

André Dzial, der den erkrankten Matthias Fieberling an der Seite vertrat, mit seinem Fazit zum Finaleinzug: "Kompliment an den Gegner, er hat uns in arge Schwierigkeiten gebracht. Wir haben uns dadurch schwer getan. Aber der Sieg geht letztendlich in Ordnung, weil wir die klaren Chancen über 120 Minuten hatten."

SV Langenstein: Holtzheuer - Kischel, Ferdenus, Knobbe (37. Hupe), Staat (118. Baake), Bellan (94. Borchert), Menzel, Uthe, Rust, Eichstaedt, Fischer;

Blankenburger FV: Lüttich - Schwarzenberg, Matznick, Neudek, Friedrichs, Schröder, Pinta (77. Effler), Brüser (120. Schmidt), Zablinski, Leventyüz (115. Wegert), John;

Torfolge: 0:1 Christoph Pinta (34.), 1:1 Markus Bellan (46.), 1:2 Yunus Leventyüz (110.); bes. Vorkommnis: Philip Zablinski verschießt Foulelfmeter (118.); Gelb-Rot: GordonFerdenus (SVL, 117.); Schiedsrichter: Thomas Ratschat (Neuwegersleben); Zuschauer: 200.

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