Langenweddingen/Wernigerode (fbo) l Das letzte Auswärtsspiel der Serie 2013/14 hat der HV Wernigerode deutlich verloren. Beim verlustpunktfreien SV Langendweddingen hieß es nach 60 Minuten 42:23.

Wenn man bei den Gästen von einer Rumpfsieben sprechen will, wäre das schon reichlich schön umschrieben, denn mit gerade sieben Handballern reiste der HVW an, diese mussten alle durch spielen. Dabei rückte Torwart Wisotzky auf Rechtssaußen. Von dort rutschte wiederum Nierlein auf die Halbposition und Weist, gelernter Linksaußen, wurde als "Regisseur" in die Verantwortung genommen. Stecker, Karau, Czaja, Sackmann, Meißner, Fahrtmann, Poetzsch und Erdmann fehlten verletzt oder berufsbedingt, Eicken aus privaten Gründen. Nach dem Abpfiff machten einige der Anwesenden Gästespieler ihren Unmut über die anhaltende personelle Situation beim HVW deutlich.

Die Begegnung ist daher schnell erzählt. Unter diesen Voraussetzungen kann man beim Tabellenführer nicht bestehen. In den ersten zehn Minuten präsentierte sich der HVW allerdings auch grottenschlecht. Es fehlte an allem: Präsenz, Wille, Bewegung, Laufwege. Das 11:1 war da nur logisch. Danach hielten die Harzer den Zehn-Tore-Rückstand, erst kurz vor der Pause geriet man nach einer Zeitstrafe noch deutlicher in Rückstand (23:10).

Auch nach Wiederanpfiff produzierte der HVW zu viele Fehler, etliche Bälle wurden ins Seitenaus oder dem SVL direkt in die Hände gespielt. Zudem erwischte Torwart Zimmermann nicht seinen besten tag. Das Positive der zweiten Halbzeit: man verlor nur noch mit sechs Treffern. Für Liebscher war es wahrscheinlich das letzte Spiel, er verlässt den HVW.

HV Wernigerode: Zimmermann - Wisotzky (4), Völkel (4), Nierlein (1), Liebscher (1), Hoffmann (6), Weist (7);

Siebenmeter: HVW 5/2, SVL 8/7; Zeitstrafen: HVW 7, SVL 3.