In der Landesliga Nord hat die Regionalliga-Reserve des VfB Germania Halberstadt eine weitere Heimpleite kassiert. Trotz des 1:3 gegen den SV Irxleben bleiben die Chancen auf den Klassenerhalt jedoch erhalten.

Halberstadt l Für den angestrebten Verbleib in der Landesliga müssen ab jetzt jedoch Taten, statt nur Worte folgen. In den verbleibenden Spielen gegen Einheit Wernigerode und in Aschersleben müssen Siege her, um ganz sicher in der Klasse zu bleiben.

Aus der erhofften Unterstützung von Seiten der ersten Mannschaft wurde es (erneut) nur bedingt etwas. Keeper Andreas Naumann rückte für Daniel Holtzheuer zwischen die Pfosten. Weil im Regionalliga-Team von Trainer Achim Hollerieth kurzfristig Spieler absagten, blieben die Alternativen in der Brinkmann-Elf aus. "Ich suche selber nach den Antworten", blickte der Trainer der Reserve fragend auf einen nicht optimal verlaufenden Spieltag zurück.

Erstmals nach rund fünf Monaten rückte dafür Robert Moeller wieder in die Startelf. Routinier Steffen Wiekert half als Auswechselspieler aus. Unter den genannten Bedingungen ging Torsten Brinkmann verständlicherweise wenig optimistisch in diese Begegnung. "Ich hatte Befürchtungen, dass es arg ausgehen würde." Immerhin gewann Irxleben die letzten vier Spiele und schielt mit mehr als nur einem Auge auf den Relegationsplatz. Aber unabhängig vom Ergebnis hielt die Germania gut mit. Vor allem defensiv bewegte sich die Brinkmann-Elf ordentlich, wenngleich vor allem im ersten Durchgang eigene Chancen eher Mangelware blieben. Brinkmann: "Nach vorne war das in der ersten Halbzeit natürlich zu wenig." Der VfB agierte zu ängstlich. Das 0:1 fiel nach einem Eckball, als Danny Wersig das Leder per Kopf nicht weit genug klären konnte. Aus Höhe des Strafstoßpunktes jagte Tim Ahlemann das Leder in die Maschen (35.). Naumann kam nur noch mit den Fingerspitzen an den Ball. Gegen Ende des ersten Durchgangs schaltete Germania zusehends schneller um und hatte durch Steven Rentz und Kevin Henneberg erste Möglichkeiten.

Die Pausenansprache Brinkmanns machte klar, dass mit Wiederanpfiff mehr Risiko gegangen werden musste. "Ein Unentschieden hilft uns nicht weiter", so der Coach. Es dauerte auch nur bis zur 53. Minute, ehe der weite Abstoß Naumanns den Ausgleich einleitete. Kevin Neef spielte Rentz frei, der schob zum 1:1 ein.

Germania war dann wie so oft in dieser Spielzeit nicht aufmerksam, kassierte nur 45 Sekunden später das 1:2. Ein Pressschlag zwischen Ahlemann und Moeller landete im Tor. Halberstadt probierte viel, wollte den Ausgleich. Bei schwindenden Kräften sorgte aber ein später Konter des SVI für die Entscheidung.

VfB Germania Halberstadt II: Naumann - Moeller, Wanka, Neef, Rentz, Apelt, Herschelmann. Gesell (46. Helmholz), Wersig (46. Wiekert), Hufmüller, Henneberg;

Torfolge: 0:1 Tim Ahlemann (35.), 1:1 Steven Rentz (53.), 1:2 Tim Ahlemann (54.), 1:3 Alexander Stocklosa (90.); Zuschauer: 33; Schiedsrichter: Kay Schröter (Kelbra).