Nach vier Wochen Spielpause haben die Halberstädter in der ersten Partie der Rückrunde und im neuen Jahr gegen den Magdeburger SV 90 mit 28:29 verloren. Schon das Hinspiel hatten die Männer um Kapitän Oliver Quegwer ebenfalls knapp mit 29:31 verloren.

Halberstadt (fbo). Auf Halberstädter Seite machte man sich also berechtigte Hoffnungen, dieses Spiel zu gewinnen, vor allem da die personellen Voraussetzungen stimmten. Nur Kunkel, Roberts und Hoffmann fehlten.

Magdeburgs Mario Beutler auf der Mitte bekamen die Halberstädter über die ganzen 60 Minuten nicht in den Griff. Der MSV 90 bestimmte das Spiel und behauptete stets eine knappe Führung in der ersten Halbzeit. Bei den Halberstädtern war die längere Spielpause unübersehbar, insbesondere mit der Chancenverwertung konnte HT-Trainer Jens Porsch nicht zufrieden sein. Auch in der Spielanlage agierten die Einheimischen zu behäbig, im Angriff wie auch in der Abwehr vermisste man das "Feuer" aus den letzten Spielen, als der HT siegreich gewesen war.

In der 22. Minute führten die Gäste mit 12:9, aber der HT verkürzte durch Aschbrenner und Dörge auf 14:15, ehe die Magdeburger mit einer 16:14-Führung in die Pause gingen.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit kamen die Domstädter mit dem festen Vorsatz aus der Kabine, die Partie siegreich zu gestalten. Aber egal, was die Einheimischen versuchten, die Gäste hatten immer die passende Antwort parat. Zu allem Übel schwächte sich der HT wieder selbst - unnötige Zeitstrafen verhinderten eine erfolgreiche Aufholjagd. In der 36. Minute lag der Gastgeber erstmals mit fünf Toren zurück. Magdeburg hatte auch auf der Torhüterseite ein Plus, die Halberstädter Torhüter wurden auch zu oft von der eigenen Abwehr im Stich gelassen. Zwischenzeitlich wurde es übersichtlicher, denn beide Mannschaften mussten in der Folge mit ein, zwei Spielern weniger auskommen. Halberstadt kompensierte dies etwas besser. Hacks verwandelter Siebenmeter stellte den Anschluss her (20:21, 45.).

In den folgenden sieben Minuten vergrößerte der MSV wieder den Abstand, zog mit 26:23 davon. Michael Häberer verwandelte per Konter zum 24:26. Oliver Quegwer und Matthias Aschbrenner scheiterten jedoch mit ihren Kontern am gegnerischen Torwart. Beim 24:27 (55.) nahm Halberstadts Trainer Porsch die Auszeit, um sein Team auf die letzten Minuten einzuschwören. Es schien auch zu fruchten, Häberer verkürzte auf 25:27, Quegwer erzielte das 26:27, aber Magdeburg legte wieder vor. Walther wehrte einen Siebenmeter und den Nachwurf ab, aber den daraus resultierenden Konter bekam der HT nicht im Gästetor unter.

Die Gäste spielten die letzten Sekunden clever runter und besiegelten damit die dritte Heimniederlage für den HT 1861.

Am Sonnabend muss man zum Mitaufsteiger nach Weferlingen. Jens Porsch: "Das Heimspiel haben wir knapp gewonnen, jedoch weist Weferlingen aktuell eine positive Entwicklung nach. Rufen wir die Einstellung und den Kampfgeist der letzten zehn Spielminuten vom MSV-Spiel ab, so sollte es uns gelingen, die Partie lange offen zu halten."

HT 1861 Halberstadt: Pesenecker, Walther – Aschbrenner (3), Dörge (11), Greiff, Häberer (4), Hack (1), Hupe, Kahle, Quegwer (2), Sackmann (3), Schwendt, Tangermann (4);

Siebenmeter: HBS 6/5, MSV 6/4;

Zeitstrafen: HBS: 7, MSV: 5.