Der treueste Spieler der Bodfeld Baskets Oberharz, Kevin Weber, wird auch in der kommenden Saison, trotz des sportlichen Abstieges aus der 1. Regionalliga, im BBO-Trikot auflaufen. Im Gespräch mit Lokalsportredakteur Florian Bortfeldt gab der 2,02-Meter-Mann sowohl einen Rück-, als auch einen Vorausblick.

Volksstimme: Wie haben Sie die letzte Saison erlebt, als es sportliche gesehen erstmals nach Jahren des Aufwärtstrends nach unten ging?

Kevin Weber: Das war schon sehr schwierig. Wir konnten oft sehr gut mithalten, wie zum Beispiel in Rostock, aber dann hat uns die nötige Qualität von der Bank gefehlt, um uns ein paar Verschnaufpausen zu geben.

Wenn man sich die vergangene Saison anschaut, kann man eine deutliche Steigerung der Mannschaft nach der Winterpause sehen. Woran denken Sie lag das? Warum ist man Ihrer Meinung nach doch gescheitert?

Es ist daran gescheitert, dass wir zu spät zueinander gefunden haben. Wir hatten nach der Saisonpause einfach mehr Vertrauen zueinander, was wir vorher nicht hatten. Aber zu diesem Zeitpunkt war es zu spät.

Mit Christian Schäfer stand ein junger Trainer an der Seitenlinie. Hatte das Konfliktpotenzial oder brachte es frischen Wind?

Beides, denn manchmal fehlt einfach diese nötige Erfahrung in der entscheidenden Phase, um uns diesen Tipp zu geben, der über Sieg und Niederlage entscheiden kann. Aber wenn man junge Trainer hat, dann befindet man sich auf einer Wellenlänge.

Sie haben Ihre Statistik vergangene Saison fast verdoppelt - woran liegt das? Dürfen wir uns auf einen derartig positiven Verlauf in der Saison 2014/15 freuen?

Ja, das ist zu erwarten. Im Sommer wird viel trainiert mit unserem Coach Christian Schäfer. Ich habe einfach dieses Vertrauen bekommen, was ich gebraucht habe, um befreit aufzuspielen. Ich konnte einen Fehler machen, ohne dafür gleich ausgewechselt zu werden.

Sie gehen jetzt das dritte Jahr in Serie im BBO-Trikot auf das Parkett. Gefällt es Ihnen im Vorharz so gut? Was macht für Sie Elbingerode als Mannschaft attraktiv? Haben Sie schon Pläne für die Zukunft?

Ja, der Verein ist sehr klein, von daher kennt man jeden, das hilft einem sehr, sich gut aufgehoben zu fühlen. Ich habe von Anfang an das Projekt verfolgt und damals schon zu mir gesagt: "Du willst ein Teil davon sein!" Meine Zukunftspläne sehen ganz einfach aus: Ich werde auf jeden Fall die nächsten drei Jahre in Elbingerode bleiben, sofern der Verein mich will, weil meine Freundin ihre Ausbildung noch fertig macht, danach werden die Karten neu gemischt. Wenn der Verein will, kann man auch über einen längeren Aufenthalt reden.

Gibt es schon weitere Namen für das Team der kommenden Spielzeit, wie sieht der Kader aus?

Ich habe schon einige neue Namen und Verstärkungen vernommen und entsprechende "Bewerbungsvideos" derjenigen gesehen und ich glaube, es dürfte eine super Saison werden. Genauere Auskünfte überlasse ich allerdings den Vereinsverantwortlichen (lacht).

Nach zwei Jahren für die Blau-Weißen aus Elbingerode, gelten Sie inzwischen als erfahren und als Vorreiter innerhalb der Mannschaft. Wie lautet Ihr persönliches Ziel für die neue Serie?

Ich werde alles geben, um den Basketball im Oberharz wieder nach vorne zu bringen.

Sie sind der Einzige aus dem Vorjahr, der mit in die 2.Regionalliga geht - Ehrensache oder Pflichterfüllung?

Für mich ist das klar eine Ehrensache, denn man will nicht gerne der Spieler sein, der mit dem Verein abgestiegen ist und dann den Verein zurücklässt und wieder verlässt.

Insgeheim spekulieren einige im Umfeld beziehungsweise die Fans mit dem unmittelbaren Wiederaufstieg. Mal ehrlich, was denken Sie, sollte das Ziel für die Bodfeld Baskets für die anstehende Serie 2014/15 sein?

Der Aufstieg, mehr braucht man dazu nicht sagen.