Ein tolles Comeback hat Skispringerin Lilli-Marleen Neubarth abgeliefert. Nach langer Verletzungspause sprang die Wernigeröderin bei der "Mission Olympic" in Wippra zum Sieg.

Von Ingolf Geßler

Wernigerode l Im Rahmen der "Mission Olympic" sprangen die Weitenjäger am Sonnabend auf der Hasselbachschanze in Wippra um den Sieg. Für den Ski-Klub Wernigerode gingen diesmal nur drei Teilnehmerinnen an den Start, da zeitgleich in Willingen der dritte Wettkampf der Nord-Westdeutschen Mattenschanzentournee stattfand.

Bei sehr guten Bedingungen mit leichtem Aufwind im Hang erhielten die jungen Weitenjäger eine zusätzliche Motivation, Olympiasieger Jens Weißflog nahm die Siegerehrung vor. Herausragender Athlet war Paul Winter, der als Gastspringer außerhalb der Wertung am Start war. Er stellte seine Klasse als C-Kader mit Weiten von 45 und 50 Metern unter Beweis und stellte einen neuen Sommerrekord auf der K 45-Schanze auf.

Die drei Wernigeröderinnen Sora Kindler, Henrike Stoor und Lilli-Marleen Neubarth gingen auf den kleinen Schanzen K 6 und K 15 an den Start. Henrike und Sora, die erst am Wochenende zuvor das Schanzenprofil kennengelernt hatten, konnten ihre Technik weiter verbessern. Henrike Stoor freute sich mit gestandenen Sprüngen von zwei bzw. drei Metern über Platz fünf. Sora Kindler sprang beide Male drei Meter weit und wurde Vierte. Bei der Siegerehrung war jedoch jede Platzierung wie ein Sieg, da Jens Weißflog persönlich gratulierte und die Urkunden signierte.

Eindrucksvoll meldete sich Lilli-Marleen Neubarth auf den Schanzen zurück. Erstmals war sie nach langer Verletzungspause bei einem Wetterkampf am Start und sicherte sich mit Sprüngen auf 10,5 m bzw. 11,5 m den ersten Platz.