Wernigerode (ige) l Neben den Erfolgen auf internationaler Bühne beim "Viking Vertical Challenge" (Harzer Sportkurier berichtete in der gestrigen Ausgabe), trumpften die Läufer des NSV Wernigerode auch in heimischen Gefilden wieder auf. Beim 8. Ottonenlauf von Stiege nach Quedlinburg feierten die Harzer durch Luisa Merkel und Thomas Kühlmann zwei Streckensiege in Rekordzeit.

Drei der vier NSV-Athleten nahmen die 26,1-km-Halbmarathonstrecke von der Parkanlage des Meisdorfer Schlosshotels in Angriff. Wie beim Supermarathon über 69 km und der Marathon-Strecke über 45,2 Kilometer, befand sich das Ziel auf dem Sportplatz "Moorberg" in Quedlinburg.

Der Halbmarathon wurde bei nahezu tropischen Temperaturen bis 30 Grad von 80 Teilnehmern in Angriff genommen. Viele Athleten mussten mit ihren Kräften haushalten und entsprechend dosiert laufen. Dennoch stellte Thomas Kühlmann wie schon im Vorjahr einen neuen Streckenrekord auf. Mit der Siegerzeit von 1:28:16 Stunden unterbot er seine Bestmarke aus dem Vorjahr um eine Minute. Auf die zweitplatzierten Frank Reinecke (BLV Ilsenburg) und Matthias Formella (Germania Halberstadt) betrug der Vorsprung etwa zehn Minuten.

Auch Luisa Merkel setzte ihre Erfolgsserie der letzten Wochen fort. Hatte sie im Vorjahr noch mit der großen Hitze zu kämpfen, so lief sie diesmal einen ähnlich deutlichen Vorsprung wie ihr Vereinskamerad Thomas Kühlmann heraus. Sie verbesserte den Streckenrekord auf 1:46:16 h und verwies Seriensiegerin Ina Schöler aus Atzendorf (2:09:21 h) mit einem Rückstand von mehr als 23 Minuten auf den zweiten Platz. Daniel Ragoß komplettierte das NSV-Trio auf der 26,1-km-Strecke, als Zwölfter des Gesamtklassements und Dritter seiner Altersklasse in einer Zeit von 1:51:13 h stellte er einmal mehr seine Beständigkeit unter Beweis.

Viel Pech hatte diesmal Sylke Hübner, die als einzige NSV-Athletin den Marathon über 45,2 km absolvierte. Trotz guter Trainingseindrücke musste sie den Wettkampf nach 20 Kilometern aufgeben, da sie schon nach wenigen Kilometern Schmerzen im Fuß verspürte.

Auch die übrigen Starter aus Wernigerode erzielten Top-Leistungen. Allen voran Nadine Noack, die auf der Marathon-Distanz einen neuen Streckenrekord von 4:01:02 h aufstellte und als Zweite der Gesamtwertung - einschließlich aller Männer - ins Ziel lief. Guido Cabak untermauerte seine starke Leistung vom Karwendellauf, als Fünfter der Gesamtwertung bewies er auch im Halbmarathon (25,1 km) seine Ausdauerqualitäten. In seiner Altersklasse erzielte er den zweiten Platz. Simone Fritsche und Peter Noack, Vater der Marathon-Siegerin Nadine, stellten ebenfalls unter Beweis, dass sie zu den eifrigsten Ausdauerläufern in Wernigerode gehören. Sie bewältigten den Halbmarathon in 2:32:59 h.