Mit einer Enttäuschung haben die American Footballer der Wernigerode Mountain Tigers die reguläre Saison in der Oberliga Ost beendet. Im Sachsen-Anhalt-Derby bei den Magdeburg Virgin Guards setzte es eine deutliche 7:35-Niederlage.

Wernigerode (jmo/ige) l In dem für die Meisterschaft unwichtigen Spiel gegen die Magdeburg Virgin Guards traten die Wernigerode Mountain Tigers ohne Durchschlagskraft auf und hatten von Beginn an große Mühe, in ihr Spiel zu finden. Mit dem Fehlen von Johannes Herrschaft und dem frühen, verletzungsbedingten Ausfall von Marcus Francis gerieten die Harzer ohne ihre "Speerspitzen" im Laufspiel schnell ins Hintertreffen. Viel zu oft mussten die Bergtiger das Angriffsrecht an die aufmerksame Defense der Gastgeber abgeben. Ob per Punt, oder wie im Fall der Magdeburger 7:0-Führung, durch eine Interception - schnell wurde deutlich, in welche Richtung sich das Spiel entwickelte.

Zwar konnte die Tigers-Defense das Spiel lange offen gestalten und die Hausherren im Zaum halten, aber auf Seiten der Offense traten die Bergtiger auf der Stelle. Folgerichtig legten die Virgin Guards nach, ehe Marcel Bremer per Touchdown und Andreas Janko mit zum Zusatzpunkt zum 14:7-Halbzeitstand verkürzten.

Aufgrund dieser offensiven Schwächen, die auch zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht abgestellt wurden, entschied sich Headcoach Jens Mollnau, die Partie als "Trainingsspiel unter Wettkampfbedingungen" anzusehen und den Ball nahezu komplett durch die Luft bewegen zu lassen. Nach einem punktlosen dritten Viertel konnten aber nur die Elbestädter Profit daraus schlagen. So endete das Spiel mit einem Interception-Return-Touchdown beim Stand von 35:7 für die Magdeburg Virgin Guards.

Die Tigers-Verantwortlichen zeigten sich von diesem Ergebnis zwar enttäuscht, freuten sich aber dennoch über die Chance, das während der Saison vernachlässigte Passspiel mit einem guten Gegner trainieren zu können.

Die Niederlage bei den Virgin Guards könnte für die Bergtiger gleichzeitig das letzte Spiel in der Freiluftsaison gewesen sein. Das ursprünglich geplante Playoff-Finale der beiden Conference-Sieger der Oberliga Ost wird nach aktuellem Stand ersatzlos gestrichen, weil beide Staffelsieger in die Regionalliga aufsteigen könnten und die Relegationsspiele damit überflüssig wären. Aus Kostengründen würden sowohl die Berlin Bears als auch die Mountain Tigers auf zwei zusätzliche Spiele verzichten.