Wernigerode (ige) l Zum dritten Mal an den ersten drei Spieltagen hat der MSV Wernigerode in der Frauenfußball-Landesliga den Weg in die Landeshauptstadt antreten müssen. Beim BSV 79 Magdeburg gelang mit einem 2:0 der zweite Sieg.

Die Harzerinnen übernahmen sofort die Initiative und ließen den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen. Dennoch dauerte es einige Zeit, bis sich das MSV-Team an den kleinen Kunstrasenplatz gewöhnt hatte. Der Gegner machte die Räume sehr eng. Mit zunehmender Spieldauer häuften sich die Chancen, viele Schüsse aus der zweiten Reihe verfehlten das BSV-Gehäuse knapp oder wurden von der Magdeburger Torhüterin pariert. Somit blieb es bis zum Pausenpfiff torlos.

Auch nach Wiederanpfiff setzte sich die einseitige Partie fort. Der MSV Wernigerode bestimmte weiter das Geschehen und ließ keine großen Chancen für den BSV Magdeburg zu. Auf der anderen Seite erspielte sich der Regionalliga-Absteiger einige gute Möglichkeiten, ließ aber vor dem gegnerischen Tor die nötige Konsequenz vermissen. So dauerte es bis zur 75. Minute, ehe Anja Wagner den erlösenden Führungstreffer markierte. Nach einem Pfostenschuss von Stephanie Abel stand sie goldrichtig und schob den zurückprallenden Ball über die Linie. Sechs Minuten später machte Neuzugang Steffi Reißland mit dem Treffer zum 0:2-Endstand alles klar. Nach der Auftaktniederlage beim Magdeburger FFC II (2:5) und dem knappen 1:0-Sieg beim SSV Besiegdas Magdeburg (Tor: Franziska Schmetzstorff) rangiert der MSV Wernigerode nach vier Spieltagen auf dem vierten Tabellenplatz.

"Ich bin recht zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft, wir haben den Ball schön in unseren Reihen gehalten und so keine Chancen für den Gegner zugelassen. Wir haben von hinten raus konzentriert nach vorn gespielt und uns zahlreiche Torchancen erarbeitet. Womit ich natürlich nicht zufrieden bin, ist die Verwertung dieser Torchancen", so MSV-Coach Florian Mummert.

MSV Wernigerode: Harter - Deter, Barth (58. Reißland), Müller, Kühnel, Abel, Schmetzstorff, Manger (85. Franke), Raulf, Wagner (85. Zawadzki), Hartmann.