Eine tolle Bilanz haben die Boxer des Wernigeröder SV Rot-Weiß bei den Landesmeisterschaften in Aschersleben erkämpft. Mit jeweils zwei Gold-, Silber- und Bronzemedaillen schnitten die Harzer so erfolgreich ab, wie schon seit Jahren nicht mehr.

Wernigerode l Im Ascherslebener Ballhaus stiegen die besten Boxer Sachsen-Anhalts in den Ring, um bei den Landesmeisterschaften ihre Kräfte zu messen und um Titel und Medaillen zu kämpfen. Die Abteilung Boxen des Wernigeröder SV Rot-Weiß war bei den Titelkämpfen 2014 gleich mit sechs Aktiven vertreten: Philipp Kommert, Sascha Wagner, Marcus Sievert, Lisa Klopstock, Christian Dampc und Ricardo Bonin.

Philipp Kommert (bis 69 kg) machte den Anfang. Er lieferte sich mit Tom Limbach eine harte, aber jederzeit faire Auseinandersetzung auf technisch gutem Niveau. Mit vielen Kombinationen und harten Schlägen machte Philipp Kommert es seinem Gegner sehr schwer. Das Kampfgericht konnte der Wernigeröder mit seiner Vorstellung aber nicht vollends überzeugen. Er verlor seinen Kampf nach Punkten und wurde damit Dritter.

Mit Lisa Klopstock hatten die Wernigeröder erstmals seit einigen Jahren wieder eine Frau im Aufgebot. Sie bestritt ihren ersten Kampf überhaupt und konnte sich bei ihrem Debüt im Seilquadrat auf Anhieb gegen ihre Magdeburger Kontrahentin Jennifer Klein durchsetzen und damit den Landesmeistertitel sichern.

Christian Dampc und Sascha Wagner traten in der Gewichtsklasse bis 81 kg an. Christian Dampc stieg, noch geschwächt von einer Grippe, gegen Roman Plaweiko in den Ring. Der Magdeburger entpuppte sich als harter Gegner, gegen den der WSV-Boxer nicht richtig in den Rhythmus kam. Trotz großem Kampfgeist musste sich Dampc geschlagen geben und schloss das Turnier auf dem Bronzerang ab. Sascha Wagner hatte mit seinem Halbfinalgegner, Christoph Albrecht aus Halle, keine Probleme. Der Kampf endete bereits in der ersten Runde durch Technischen K.o., nachdem der Wernigeröder seinen Gegner mit gezielten Schlägen zum Kinn getroffen hatte. Im Finale musste sich Sascha Wagner dem Dampc-Bezwinger Roman Plaweiko geschlagen geben und mit dem Vize-Landesmeistertitel begnügen.

Als vorletzter Wernigeröder stieg Marcus Sievert (bis 91 kg) in den Ring und lieferte nach einer vierjährigen Pause ein überzeugendes Wettkampf-Comeback ab. Im Finale traf der WSV-Boxer auf Michele Kurth von der SG Stahl Blankenburg, der klare Größenvorteile gegenüber dem Wernigeröder besaß. Doch Marcus Sievert ließ sich davon nicht beeindrucken und lieferte Kurth einen harten Kampf, den der Blankenburgers knapp gewann.

Den Abschluss machte Ricardo Bonin (bis 75 kg), der gegen Mehmet Hristov aus Halle antreten musste. Ricardo Bonin boxte technisch, konditionell und kämpferisch auf hohem Niveau, gegen das sein Gegner kein Mittel fand. Er zeigte sein Können über die volle Distanz und errang mit einem einstimmigen Punktsieg den Landesmeistertitel.

Die Trainer Christian Lange, Ronald Eggert, Fred Watzek und die ganze Abteilung zeigten sich stolz über die gezeigten Leistungen, am Ende traten alle sechs WSV-Boxer mit einer Medaille die Heimfahrt an.