Elbingerode (ige) l Mit einem hart erkämpften Auswärtssieg sind die Bodfeld Baskets vom Auftaktspiel der 2. Regionalliga Nord heimgekehrt. Das Notaufgebot der Oberharzer gewann bei der BG Zehlendorf mit 84:78.

Mit nur sieben Spielern angereist, begannen die Blau-Weißen offensiv wie defensiv sehr stark. Gutes Fastbreak- Spiel und eine clevere Verteidigung bildeten die Grundlage für die 20:11-Führung nach dem ersten Viertel. In der ersten Pause fand Zehlendorfs Coach Vladimir Vukov wohl die richtigen Worte, fortan zündeten die Hausherren ein Offensivfeuerwerk. Die BBO war nicht mehr in der Lage, den Schnellangriff konsequent zu stoppen. Dazu gesellten sich einige Unkonzentriertheiten und Turnover, die den Vorsprung zur Halbzeit auf 48:41 schrumpfen ließen.

Die Verschnaufpause kam den Oberharzer Jungs gerade recht, dennoch bekamen sie im dritten Abschnitt Foulprobleme. Ausgerechnet die beiden Langen, Candido Matoso und Garcia Nivar, kassierten Ende des Drittels ihr viertes Foul. Offensiv waren die Oberharzer gut eingestellt und punkteten konstant. Die Berliner schafften es aber immer wieder, die großen Leute der Baskets zu attackieren und machten eine harte Defensive unglaublich schwer. Der Vorsprung schmolz zum Ende des Viertels auf 62:59.

Trotz kurzer Rotation zeigten sich die Oberharzer konditionsstark. Erst als beim Heimteam der ein oder andere Wurf glücklich den Weg in den Korb fand, wurde es noch einmal eng. Als sich Garcia Nivar sein fünftes Foul abholte, reagierte Coach Schäfer mit einem Timeout. Die entscheidende Szene folgte 95 Sekunden vor Schluss. Bei Einwurf der Berliner erzwangen die Oberharzer mit Pressverteidigung ein Turnover und Robert Sturcel versenkte zwei Sekunden vor Ablauf der Wurfuhr einen Dreier aus 7,30 Metern. In der entscheidenden Phase trafen die BBO dann auch ihre Freiwürfe, mit weniger als 50 Prozent (10 von 21) war die Gesamtquote von der Foullinie ein Trauerspiel. Die große Freude über den hart erkämpften Auswärtssieg konnte dies aber nicht trüben.

"Wir haben uns heute als eine Einheit verkauft. Auch wenn wir einige schwache Phasen hatten, kann man mit dem Gesamtbild zufrieden sein. Wir müssen intensiv an unserer Wurfauswahl und der Verteidigung der Schnellangriffe arbeiten", so Coach Schäfer direkt nach dem Abpfiff. Am besten schon bis zum nächsten Sonntag, wenn um 15 Uhr das erste Heimspiel gegen ALBA Berlin II ansteht.

Bodfeld Baskets: Matoso (8), Nivar (6), Primorac (6), Jakstas (10) Harvey (25), Addo(7), Sturcel (22).