Wernigerode (mvo/ige) l Im ersten Spiel des anstrengenden Doppelspiel-Wochenendes mussten sich die Red Devils am Sonnabend in der Weißenfelser Westhalle dem Tabellenersten UHC Sparkasse mit 3:6 geschlagen geben. In den ersten zehn Minuten erkämpften sich die Harzer zahlreiche hochkarätige Torchancen, doch es fehlte das berühmte Quäntchen Glück. Weißenfels hingegen nutzte seine Gelegenheiten und schoss im ersten Abschnitt eine beruhigende 3:1-Führung heraus. Auf Seiten der Gäste fand nur Vojta Krupickas Schuss sein Ziel im UHC-Gehäuse.

Mit zu viel Respekt vor dem Gegner agierten die Roten Teufel dann im zweiten Drittel. Konsequenz: Weißenfels legte zwei Tore zum 5:1 nach. Weder das zwischenzeitliche Vier gegen Vier noch eine Überzahl konnten auf Seiten der Wernigeröder für weitere Treffer genutzt werden. Erst in den letzten zehn Minuten, nachdem der UHC Weißenfels auf 6:1 erhöht hatte und es nichts mehr zu verlieren gab, besannen sich die Red Devils ihrer Stärken. Mit einer deutlichen Steigerung zum bisherigen Spielverlauf verkürzten die Harzer durch Tore von Markus Piittisjärvi und Jeremy Mertens zum 3:6-Entstand.

Nur 22 Stunden nach dem Anpfiff in Weißenfels hatten die Red Devils in heimischer Stadtfeldhalle den ETV PiranHHas Hamburg zu Gast. Beide Teams starteten mit großer Einsatzbereitschaft und hohem Tempo in die Partie, die sich im ersten Drittel zu einem sehenswerten Schlagabtausch entwickelte. Dabei stockte den knapp 220 Zuschauern in der dritten Minute erstmals der Atem, als Hamburg mit einem platzierten Schuss in Führung ging. Es sollte bis zur achten Minute dauern, ehe die Roten Teufel durch Vojta Krupicka ausgleichen konnten. Hamburg präsentierte sich aber weiterhin äußerst aggressiv, störte früh den Spielaufbau, war hartnäckig in den Zweikämpfen - und kassierte dafür drei Sekunden vor Pausenpfiff eine Zeitstrafe.

Mit Anpfiff des zweiten Drittels sorgte Joel Ekroos mit einem schnellen Tor für die 2:1 Führung. Die Freude darüber währte aber nur kurz, denn Hamburg glich postwendend aus und übernahm durch einen Fehler der Wernigeröder und dem daraus resultierenden Eigentor die Führung. Danach beruhigte sich das Tempo etwas, die Harzer waren sichtlich aus dem Konzept gebracht.

Selbst der Treffer des Finnen Markus Piittisjärvi zum erneuten Ausgleich führte die Red Devils noch nicht wieder in die Spur. Im Gegenteil: Es wurde mit den Entscheidungen der Schiedsrichter gehadert, der Fokus auf das Spiel ging verloren. Erst als Ramon Ibold, erneut Markus Piittisjärvi und der frisch eingewechselte Max Riechel binnen einer Minute den Ball dreimal im Kasten der PiranHHas einschlugen ließen, war die Linie wieder gefunden und eine beruhigende 6:3-Führung zur letzten Drittelpause heraus gespielt.

Der Schlussabschnitt begann mit einer Strafe für Krupicka, das daraus resultierende Überzahlspiel nutzten die PiranHHas prompt zu einem Treffer. Das Spiel wurde zusehends ruppiger, war von vielen kleinen, versteckten Nicklichkeiten geprägt. Die Red Devils hielten jedoch an ihrer Marschroute fest, ließen den Ball vorrangig in den eigenen Reihen laufen und spielten so die Zeit herunter. Für einen schmerzhaften Stich in das Hamburger Herz sorgten nochmals Ibold und Riechel mit ihrem schön heraus gespielten Doppelschlag in der 51. Spielminute. Robert Müller stellte kurz darauf den 9:4-Endstand her.

"Unser großer Vorteil war heute der qualitativ gut und breit aufgestellte Kader, auf den ich in dieser Saison zurückgreifen kann. Gerade während so einem anstrengenden Doppelspiel-Wochenende konnten wir das Spiel gegen Hamburg auf viele Schultern verteilen", meinte Trainer Peter Gahlert nach Ende des Spiels. "Den Erfolg haben sich heute alle Spieler gemeinsam erarbeitet!"

Red Devils: Blume, Severin - Einecke, R.Müller, Ibold, Fiedler, Piittisjärvi, Krupicka, Willingmann, Löwenberg, Hellmund, Riechel, Kuittinen, Schmidt, Mildner, Mertens, Suske, P. Müller, Ekroos.