Wernigerode (ige) l Acht Tore fielen im Viertelfinalspiel um den Landrats-Pokal zwischen Germania Wernigerode und Grün-Weiß Hasselfelde. Nach einem tollen Pokalfight der beiden Harzoberliga-Kontrahenten über 120 Minuten setzte sich die Germania mit 5:3 durch.

Die Heimelf begann druckvoll und ging bereits nach vier Minuten durch Marco Raues Kopfball ins linke obere Dreieck in Führung. Als sich Daniel Michaelis nur drei Minuten später im Strafraum durchsetzte und das 2:0 markierte, schien alles auf einen souveränen Sieg der Wernigeröder hinauszulaufen. Doch weit gefehlt. Hasselfelde nahm mehr und mehr das Zepter an sich und drängte den Gastgeber in die Defensive. Zwingende Torchancen blieben jedoch zunächst Mangelware. Diese lagen eher auf Seiten der Wernigeröder. Ein Tor von Fabian Zeidler wegen Abseits nicht anerkannt (18.), Marco Raue setzte einen Freistoß knapp vorbei (28.) und Patrik Peszt scheiterte per Kopfball (31.).

Die Wernigeröder Abwehr mit einem kopfballstarken Jonas Franke agierte hochkonzentriert, Hasselfelde musste bis zur 33. Minute auf die erste gute Chance für Kay Lachmund warten. Bis zur Pause vergaben die Wernigeröder durch Philipp Reichelt (36.), Daniel Michaelis (39.), Christopher Seil (41.) und Patrik Peszt (42.) weitere gute Chancen. Die Hasselfelder hatten trotz optischer Überlegenheit nur eine gute Möglichkeit durch Sebastian Teege.

Nach dem Seitenwechsel bot sich zunächst das gleiche Bild, mit einem nicht unhaltbaren 25-m-Freistoß durch Sebastian Teege war der Bann bei den Gästen gebrochen. Hasselfelde setzte alles auf eine Karte und glich durch Fabian Posselt aus (78.). Wenig später kam "Farbe" ins Spiel, Hasselfeldes Jan Heyer (Gelb-Rot) und Germanias Robert Mendritzki (Rot wegen Revanchefoul) durften vorzeitig Duschen. Da Marco Raue und Christopher Seil das Tor knapp verfehlten, ging die Partie in die Verlängerung.

Hier brachte Patrik Peszt seine Farben mit einem satten 18-m-Schuss in Front (100.) während sich Hasselfelde durch die Gelb-Rote Karte von Sven Rittweger weiter dezimierte. In Überzahl legte die Germania durch Marco Raue zum 4:2 nach, doch eine Unachtsamkeit der Abwehr nutzte Valentin Suttkus zum erneuten Anschlusstreffer (114.). Die Entscheidung fiel somit in erst in letzter Minute, als Michael Hahne den Ball bei einem der zahlreichen Wernigeröder Kontor ins eigene Tor beförderte.

Torfolge: 1:0 Marco Raue (4.), 2:0 Daniel Michaelis (7.), 2:1 Sebastian Teege (57.), 2:2 Fabian Posselt (78.), 3:2 Patrick Peszt (100.), 4:2 Denny Milde (111.), 4:3 Valentin Suttkus (114.), 5:3 Michael Hahne (120. Eigentor); Schiedsrichter: Ulrich Leichsenring (Braunschweig); Zuschauer: 76; bes. Vorkommnisse: Gelb-Rote Karten gg. Jan Heyer (85.) und Sven Ritteweger (beide Hasselfelde, 108.), Rote Karte gg. Robert Mendritzki (Germania, 85.).