Mit einem am Ende deutlichen 90:59-Erfolg gegen den VfB Hermsdorf haben die Bodfeld Baskets ihre Tabellenführung in der 2. Regionalliga Ost behauptet. Allerdings hatten die Oberharzer mit einigen Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen.

Elbingerode l Der Endstand von 90:59 lässt eigentlich keine Gedanken an ein enges Spiel zu, doch der Spielverlauf war alles andere als eindeutig. Das Spiel begann mit einer starken Wurfquote auf beiden Seiten und großen Problemen in der Oberharzer Postverteidigung. Den Hauptstädtern gelang es immer wieder, den Ball zu ihren großgewachsenen Leuten ans Brett zu bringen und daraus Zählbares zu machen. Am Ende eines sehr offensiv geprägten Viertels stand eine 23:22-Führung für den VfB Hermsdorf auf der Anzeigetafel. Zu Beginn des zweiten Viertels legten die Gäste los wie die Feuerwehr und erarbeiteten eine zweistellige Führung, Baskets-Coach Christian Schäfer reagierte mit einer Auszeit.

"Zu dem Zeitpunkt haben wir uns von der passiven Spielweise anstecken lassen, den Umstand konnten wir nicht akzeptieren. Nach der Auszeithaben die Spieler die Anweisung besser umgesetzt", so Assistenztrainer Kilian Klankers zum Rückstand. In den letzten vier Minuten vor der Pause überzeugten die Oberharzer Korbjäger mit aggressiver Verteidigung und gut heraus gespielten Würfen, zur Pause wurde der Rückstand auf 36:38 verkürzt.

Auch nach dem Seitenwechsel knüpften die Baskets an das gute Spiel zum Ende des zweiten Viertels an. Die Verteidigung ließ im gesamten dritten Viertel nur zehn Punkte zu, im Angriff erwischte Kestutis Jakstas mit drei Drei-Punkte-Würfen einen starken Lauf. Insgesamt erzielte er 16 Punkte, davon fünf Dreier. Zum Ende des Viertels, war das Spiel zugunsten der Oberharzer beim Stand von 63:48 gedreht.

Im Schlussabschnitt heizte der "Alabama Slammer" Michael Harvey dem Publikum richtig ein. Der extreme Druck in der Verteidigung zwang die Berliner immer wieder zu Turnovern, bei den Tempogegenstößen ließ es der US-Boy allein viermal mit einem Dunking krachen. Zur Schlusssirene stand ein klarer 90:59-Sieg auf der Anzeigetafel, der von Spielern und Fans nach guter alter Tradition mit einem "Humba" gefeiert wurde.

"Heute haben wir Charakter bewiesen. Wir sind defensiv ganz schwer in die Partie gekommen, haben uns dann aber nach einem kleinem Wachrütteln gefangen. Unsere Aufgabe ist es nun, für die kommenden schweren Aufgaben noch mehr als Team zu agieren," so ein zfriedener Coach Christian Schäfer nach der Partie. Zum nächsten Heimspiel steht am 8. November ein echter Basketball-Leckerbissen an. Mit dem USV Halle steht nicht nur das einzige Sachsen-Anhalt-Derby auf dem Plan, sondern auch das Duell mit dem Ex-Club von Vereinsboss Holger Neubert.

Bodfeld Basket Oberharz: Addo (8), Harvey (26), Jasktas (16), Matoso (11), Primorac (10), Wache (4), Weber (15).