Blankenburg (fbo) l Die Blankenburger Handballer haben in die Erfolgsspur zurückgefunden und in einem wahren Handballkrimi beim TSV Wefensleben mit 31:30 gewonnen.

Beide Teams brauchten knapp sechs Minuten für das erste Tor. Die Deckungsreihen standen sicher und den Angreifern fehlte das Zielwasser. Die Blankenburger fanden zuerst ihre Form und führten 6:3 (12.). Später wurde dieser Vorsprung auf 10:4 ausgebaut. Die Hausherren stemmten sich nun gegen die Vorentscheidung und konnten den Rückstand bis zum Halbzeitpfiff auf 14:16 verkürzen. Auf Stahl-Seite wurde in dieser Phase etwas zu kompliziert gespielt, der finale Pass nicht klar genug und zu oft die Entscheidung über den Kreis gesucht.

Nach dem Wechsel gab wiederum Blankenburg den Ton an (20:16/38.). Als in der 48. Minute gleich drei Stahl-Spieler mit Zeitstrafen auf der Bank Platz nahmen, witterten die Hausherren ihre Chance. Die zahlenmäßige Überzahl nutzten sie zu leichten Toren und durch die nun lauter werdende Halle kam der oft zitierte "achte Mann" mit aufs Parkett. Einige Gästespieler hatten mit der Atmosphäre so ihre Schwierigkeiten und so war der 28:28-Ausgleich die logische Folge. Als der TSV im Anschluss mit 29:28 in Führung ging, schien die Partie zu kippen.

"Letzte Saison wäre die Partie an dieser Stelle für uns gelaufen gewesen", sagte ein zufriedener Axel Fickenwirth nach dem Schlusspfiff. Diese Saison läuft es anders. Die Leistungsträger übernahmen die Verantwortung. Erst versenkte Tillmann Walter humorlos aus der zweiten Reihe zum Ausgleich, dann Philipp Gassmann mit seinem fünften Tor zum 30:29. Den Ausgleich wandelte wieder Walter mit seinem zwölften Treffer vom Siebenmeterpunkt nervenstark zum 31:30-Sieg um.

"Einfach stark, wie die Jungs die letzten fünf Minuten gespielt und gekämpft haben," blickten die Stahl-Verantwortlichen auf den Krimi zurück.

SG Stahl: Lösche, Fickenwirth - Gassmann (5), Gebauer (2), Schlemminger (1), Walter (12), Pökel (3), Schnee (2), Wolff (3), Fricke (2), Anders (1).