Ein "Vier-Punkte-Wochenende" hat den Red Devils Wernigerode die Tabellenfu¨hrung gesichert. Die "Roten Teufel" mussten gleich doppelt ran. Am Sonnabend waren sie zu Gast in Chemnitz, einen Tag später empfingen sie den amtierenden Vize-Meister vom MFBC Leipzig.

Wernigerode (mvo/fbo) l Die Partie gegen Chemnitz pra¨sentierte sich im ersten Drittel zuna¨chst ausgeglichen: Die dreimalige Fu¨hrung durch Ramon Ibold, Markus Piittisja¨rvi und Bastian Einecke wurde jeweils prompt von den Floor Fighters beantwortet. Nach 20 gespielten Minuten marschierten somit beide Teams beim Stand von 3:3 in die Kabinen. Die Pausenansprache von Devils-Coach Peter Gahlert muss seine Wirkung erzielt haben, denn im weiteren Verlauf dieses Spiels ließen die Roten Teufel keinen weiteren Gegentreffer mehr zu. "Wir haben im ersten Abschnitt zu einfache Gegentore gefangen. In Zukunft mu¨ssen wir einfach konsequenter agieren in der Verteidigung", so der Coach.

Im Angriff lief es hingegen rund: Im zweiten Drittel bauten Robert Mu¨ller, Vojta Krupicka, Ramon Ibold und Max Riechel die Fu¨hrung auf 7:3 aus. Auffallend bunt gefa¨chert pra¨sentierte sich hierbei die Torschu¨tzenliste, was eine breite Basis an gefa¨hrlichen und unberechenbaren Akteuren demonstriert. Im letzten Abschnitt machten Joel Ekroos und Ramon Ibold mit zwei weiteren Treffern den souvera¨nen 9:3-Sieg und damit drei Punkte perfekt.

Nur 21 Stunden nach Abpfiff in Chemnitz standen die Red Devils schon wieder auf dem Parkett - mit ein paar Stunden weniger Regenerationszeit als der Gegner aus Leipzig. Doch von schweren Beinen und mu¨den Ko¨rpern keine Spur: Beide Mannschaften starteten in der gut gefu¨llten und stimmungsvollen Stadtfeldhalle engagiert in die Partie. Die Hausherren erwischten einen Start nach Maß: Markus Piittisja¨rvi und Ramon Ibold sorgten fu¨r die schnelle 2:0-Fu¨hrung nach nicht einmal drei Minuten.

Doch Leipzig meldete sich im weiteren Verlauf des ersten Drittels mit einer ka¨mpferischen Spielweise zuru¨ck und stellte das Spielgeschehen mit drei Toren auf den Kopf. Im zweiten Durchgang sahen die knapp 250 Zuschauer zwar keine Tore, dafu¨r aber ein schnelles und hart umka¨mpftes Spiel.

Weitere neun Treffer gab es aber dann in einem an Spannung kaum zu u¨berbietenden letzten Drittel. Hier ging es Schlag auf Schlag: die Red Devils schossen sich durch Tore von Vojta Krupicka (3:3) und Tom Fiedler (4:4) zuna¨chst zum Ausgleich wieder heran, doch Leipzig konterte immer wieder mit der Fu¨hrung. Knapp zwei Minuten vor Spielende lagen die Leipziger mit 7:5 in Fu¨hrung. Die Hausherren gingen auf Risiko und brachten fu¨r Torhu¨ter Gary Blume einen sechsten Feldspieler. Und das Risiko wurde belohnt: Juha-Pekka Kuittinen verku¨rzte zum 6:7 und genau 70 Sekunden vor dem Abpfiff erzielte Ramon Ibold den wichtigen Ausgleich.

Beim Stand von 7:7 ging es fu¨r beide Kontrahenten in die maximal zehnminu¨tige Verla¨ngerung. Beide Mannschaften spielten hoch konzentriert, denn schließlich wollte niemand den entscheidenden Fehler machen. In dieser Phase hatten die Red Devils deutlich mehr Spielanteile und Chancen, doch Leipzig verteidigte engagiert, so dass kein weiterer Treffer fiel und sich beide Teams am Ende mit einem leistungsgerechten Unentschieden zufrieden geben mussten.

Dieser eine wichtige Punkt gegen Leipzig sichert den Red Devils die voru¨bergehende Tabellenfu¨hrung der 1. Floorball Bundesliga, doch Serienmeister UHC Weißenfels ist mit einem Punkt Ru¨ckstand und einem Spiel weniger bereits in Lauerstellung.

Red Devils Wernigerode: Einecke, R. Mu¨ller, Ibold, Fiedler, Piittisja¨rvi, Krupicka, Blume, Lo¨wenberg, Riechel, Kuittinen, Schmidt, Mildner, Mertens, P. Mu¨ller, Ekroos, Severin.