Auswärtsfahrten stehen an diesem Sonnabend wieder für beide Vertreter aus den Altkreisen an. Der FC Einheit Wernigerode ist bei Aufsteiger Union Heyrothsberge gefordert. Germania Halberstadt II ist zu Gast bei Schlusslicht SV Förderstedt.

Wernigerode l Vor einer vermeintlich einfachen Aufgabe stehen die Germanen aus Halberstadt. Derzeit läuft es wie am Schnürchen für die Armes/Stachowiak-Elf. Dass nun die Fahrt ausgerechnet zum Schlusslicht nach Förderstedt geht, lässt Karsten Armes den Zeigefinger heben. "Wir dürfen nur auf uns schauen. Es ist egal, ob wir gegen Förderstedt oder Burg ran müssen, die Konzentration muss da sein. Am besten ist es, jede Partie wie ein Endspiel anzugehen", will er einen möglichen "Bruder Leichtfuß" gar nicht erst mit in den Teambus steigen lassen.

Für den VfB Germania II verbleiben sechs Begegnungen bis Weihnachten, die aktuell gute Ausgangslage will man dabei nicht riskieren. "Es wäre doch wahrlich leichtfertig, den guten Tabellenplatz über den Jahreswechsel aufs Spiel zu setzen, nur weil man den Gegner unterschätzt", so Armes. "Und die Förderstedter sind nicht Letzter, weil sie jede Woche eine Klatsche kassieren. Sie sind für eine Überraschung gut, daher wollen wir unbedingt einen Rückstand vermeiden. Wichtig ist, die Spannung von Anfang bis Ende hoch halten."

Jene Spannung ist bei den Akteuren des FC Einheit Wernigerode in den letzten Begegnungen offenbar etwas abhanden gekommen. Trainer Karsten Stein bemängelte dies nach dem Heimspiel gegen Thale (2:2), als seine Elf kurz vor der Halbzeit und dem Abpfiff jeweils den Ausgleichstreffer schlucken musste. "Das war bezeichnend dafür, dass die Konzentration eben nicht bis zum Abpfiff hoch gehalten wird." Schon mehrfach in dieser Saison vergaben die Hasseröder Punkte, indem sie späte Treffer kassierten, Stein: "Das war jetzt zum siebten oder achten Mal der Fall. Das müssen wir dringend abstellen." Die Ansprüche des FC Einheit sind nämlich andere, der aktuelle Mittelfeldplatz sieben ist nicht das, was man am Mannsberg verfolgt. Grund für die derzeitige Situation, obwohl sehr gut in die Serie gestartet, sind auch die letzten Auswärtsauftritte. In Krevese und Schönebeck gab es jeweils deutliche Niederlagen. "Auch wenn Heyrothsberge schwer einzuordnen ist", so Stein, "wir müssen jetzt auswärts mal wieder was mitnehmen. Das wäre wichtig für die Köpfe und das Selbstbewusstsein." Die Heyrothsberger zeigten bisher im eigenen Rund gute Leistungen, damit erwartet die Hasseröder eine schwere Aufgabe.

Alexander Kopp hat diese Woche nicht trainiert (Grippaler Infekt), sein Einsatz ist fraglich. Fehlen werden Leeroy Götz (Gelb-Rot-Sperre) und Tobias Plantikow. Ihn will Stein nach einer Zerrung schonen, auch weil danach ein punktspielfreies Wochenende ansteht.

Tabelle, Landesliga Nord

1.Burger BC1127:631

2.MSV Börde 1119:1124

3.Germ. Halberstadt II1029:1122

4.Stahl Thale1117:1121

5.VfB Ottersleben1120:1420

6.SW Bismark1121:1515

7.Einh. Wernigerode1122:2115

8.Kreveser SV1119:1913

9.Lok Aschersleben1116:2813

10.Schönebecker SV1121:2912

11.U. Heyrothsberge1119:2211

12.Fortuna Magdeburg1113:1711

13.TSG Calbe1118:2511

14.SV Irxleben1018:2210

15.Sax. Tangermünde1110:288

16.SV Förderstedt1111:216