Zwei Harzklasse-Mannschaften haben im Hasseröder Pokal erneut für Furore gesorgt. Der SV Langenstein II zog mit einem 8:2-Kantersieg über den Harzligisten Germania Wernigerode II ins Halbfinale ein.

Langenstein (fbo) l Auch die SG Badeborn/Ballenstedt II/Quedlinburg II steht nach einem 2:0-Sieg über den SV Grün-Gelb Ströbeck in der Runde der letzten Vier. Im Duell zweier Harzliga-Spitzenteams behielt der SV Stahl Thale II beim Hessener SV mit 4:2 nach Verlängerung die Oberhand. Pokalverteidiger FSV Reinstedt wahrte mit dem 4:1-Sieg über TuS Elbingerode seine Chancen auf den dritten Cupsieg in Serie.

SV Langenstein II - Germania Wernigerode II8:2 (4:1)

Nach einer Galavorstellung steht die Reserve aus Langenstein, allerdings gespickt mit Akteuren der ersten Mannschaft, im Pokalhalbfinale. Im Viertefinalspiel gegen Germania Wernigerode II feierte man ein in dieser Höhe verdientes 8:2. Hielten die Gäste in den ersten zwanzig Minuten noch ganz gut mit, war es André Bergfeld vorbehalten, für die Langensteiner Führung zu sorgen. Mit einem sehenswerten Freistoß erhöhte Max Borchert nach einer halben Stunde auf 2:0. Nachdem Björn Makswitat für den kurzzeitigen Anschusstreffer sorgte, waren es wieder André Bergfeld und Max Borchert, die bis zur Halbzeit den SVL mit 4:1 frühzeitig auf die Siegerstraße brachten.

Auch die zweite Hälfte sah einen engagierten, spielfreudigen SVL. Nach gut einer Stunde stand es nach Treffern von Marcel Röder, Andy Pförtner und Andreas Rauchensteiner 6:2. Die letzten beiden Treffer setzten wieder die Langensteiner. Erst traf Goalgetter Uwe Spallek, ehe der gerade eingewechselte Bob Hilgert mit einem "Tor des Monats" für den Schlusspunkt unter einer aus Gastgeber-Sicht sehr guten Partie sorgte.

SV Langenstein II: Holtzheuer - Eichstaedt, Uthe, Kischel, Baake, Borchert, Röder, Gifhorn, Spallek (67. Hupe), Bergfeld (78. Marschner), Pförtner (74. Hilgert);

Germania Wernigerode II: Loehsner - Nekwapil (77. Kommert), Bär, Siegmund (56. Krause), Zeidler, Bilsing, Makswitat (46. Aberspach), Willner, Rauchensteiner, Krüger, Ballabani;

Torfolge: 1:0, 3:1 André Bergfeld (21., 40.), 2:0, 4:1 Max Borchert (30., 44.), 2:1 Björn Makswitat (33.), 5:1 Marcel Röder (54.), 6:1 Andy Pförtner (62.), 6:2 Andreas Rauchensteiner (62.), 7:2 Uwe Spallek (65.), 8:2 Bob Hilgert (76.);

Schiedsrichter: Jürgen Klaus.

Hessener SV 1928 - SV Stahl Thale II2:4 n.V. (0:0, 2:2)

Wesentlich spannender ging es in Hessen zu. Vor knapp 90 Zuschauern brachte Michael Palm seine Farben nach einer torlosen ersten Halbzeit relativ spät nach 74 Minuten in Führung. Die letzten sechs Minuten boten dann Einiges. Zuerst drehte Thales Reserve, ebenfalls mit einigen Spielern aus dem Kader der ersten Mannschaft versehen, den Rückstand in einen 2:1-Vorsprung. In der dritten Minute der Nachspielzeit sorgte Robert Kleinert noch für den umjubelten Ausgleich und damit für die Verlängerung. Thales David Gerbothe und Christoph Klöppel besiegelten hier allerdings das Viertelfinal-Aus für die Hessener.

Hessener SV: Sackmann - Wascher, Winter, Markworth (80. Weinreich), Schober (58. Kleinert), Riesmeier (112. Odenbach), Diedrich, Palm, Weibusch, Heissing, Mock;

SV Stahl Thale II: Schröder - Schumann, Könnecke, Mämecke, Koch, Henneberg (68. Lippold), Rumlich, Klöppel, Gerbothe, Dornheim, Spormann (94. Quasthoff);

Torfolge: 1:0 Michael Palm (74.), 1:1 Christoph Klöppel (84.), 1:2 Patrick Mämecke (89.), 2:2 Robert Kleinert (90.+3), 2:3 David Gerbothe (109.), 2:4 Christoph Klöppel (120.);

Schiedsrichter: Rainer Schäl.

SG Badeborn/Ball. II/QLB II - Grün-Gelb Ströbeck2:0 (1:0)

In einer gutklassigen und fairen Partie hinterließ der Harzklasse-Spitzenreiter spielerisch einen starken Eindruck und erarbeitete sich im ersten Abschnitt größere Spielanteile und die besseren Chancen. Mit der ersten guten Möglichkeit traf Marcel Lüdtke aus abseitsverdächtiger Position zur Führung (18.), die Ströbecker hatten durch Christian Knuth eine gute Chance zum Ausgleich. Nach Wiederanpfiff verstärkten die Ströbecker ihre Offensivbemühungen, David Holstein und erneut Knuth ließen gute Gelegenheiten aus. Als die Ströbecker das Risiko in der Schlussphase erhöhten und ihre Abwehrreihen weiter lockerten, sorgten die Gastgeber durch ein Kontertor von Marcel Lüdtke für die Entscheidung. Zwar gaben die Grün-Gelben nicht auf, doch der Anschlusstreffer blieb ihnen trotz einer guten Chance durch Tobias Gringmuth verwehrt (85.).

SG Badeborn/Ballenstedt II/QLB II: Hesse - Schranz, Klaus, Hennig, Baumgart, Lüdtke (85. Jühe), Schumann (62. Künnemann), Frohburg, Richter, Steller (75. Nebe), Kuschel;

SV Grün-Gelb Ströbeck: Besig - Junghannß, Prichta (78. Schulz), Fuhrmann, Willke, Holstein (85. Kohn), Knuth, Bruns, Forgo, Giesecke (42. Schuster), Gringmuth;

Torfolge: 1:0, 2:0 Marcel Lüdtke (18., 76.); Schiedsrichter: Steffen Ehrhardt.

FSV Reinstedt - TuS Elbingerode 4:1 (4:1)

Der Pokalverteidiger war vom Anpfiff weg spielbestimmend, agierte mit großer Kampf- und Laufbereitschaft. Folgerichtig fiel nach einer Viertelstunde der Führungstreffer. Nur vier Minuten später ließ Marcel Mally das 2:0 folgen. Der zwischenzeitliche Anschlusstreffer durch Martin Hinze brachte die Elbingeröder ins Spiel zurück. Doch danach versäumten es die Oberharzer, nachzulegen. Stattdessen stellte Marcel Mally mit einem Doppelschlag zum Ende der ersten Halbzeit die Weichen auf Reinstedter Sieg. Nach Wiederanpfiff sahen die Zuschauer ein stärker aufspielendes Gästeteam. Die TuS-Elf hatte eine Vielzahl guter Chancen, dem Spiel eine Wende zu geben.

Torfolge: 1:0 Tino Holzmann (14.), 2:0 Marcel Mally (18.), 2:1 Martin Hinze (28.), 3:1, 4:1 Marcel Mally (44., 45.+1); Schiedsrichter: Dirk Reider (Halberstadt).