Wernigerode (ige) l Durch die Niederlage des Spitzenreiters Hessener SV hat der Aufstiegskampf der Fußball-Harzliga, Staffel 1, etwas an Spannung gewonnen. Bis auf Meteor Wegeleben ließen jedoch auch die übrigen Verfolger Federn.

Grün-Gelb Ströbeck - TSV Wasserleben 2:2 (1:1). Nach ausgeglichenem Beginn setzte Ströbecks David Holstein mit einem Lattenkopfball das erste Achtungszeichen (16.), auch Sebastian Bruns verzog knapp (18.). Bei Wasserlebens erster Chance erahnte der Keeper den Rückpass von Nick Festerling (25.). In der 35. Minute folgte die nächste Großchance für David Holstein, nach umstrittener Strafstoßentscheidung schoss er das Leder über`s Tor. Kurz darauf fischte Ströbecks Keeper Besig einen Tamke-Fernschuss aus dem Winkel, ehe Christian Knuth die Heimelf mit einem Flachschuss in Führung schoss. Diese währte aber nur kurz, Routinier Dennis Dickehut glich nach abgewehrtem Tamke-Schuss im Nachsetzen aus. Auch nach Wiederanpfiff blieb es eine lebhafte Partie, David Holstein traf per Kopf erneut nur die Latte (46.). Der Führungstreffer für Wasserleben, den Florian Strohmeyer nach Komor-Freistoß erzielte, stellte den Spielverlauf etwas auf den Kopf. Als Dennis Dickehut eine Flanke an die eigene Latte köpfte, hatten die Ströbecker den Torschrei schon auf den Lippen. Kurz darauf traf dann Holstein nach Knuth-Flanke zum 2:2. Sieben Minuten später gab es erneut einen umstrittenen Elfmeter für Ströbeck, diesmal scheiterte Bruns an Keeper Jörg Büttner. In einer hektischen Schlussphase, die Referee Gaksch vor einige Probleme stellte und mit drei Feldverweisen quittierte, hatten die Gäste durch Frank Hoffmeister und Florian Strohmeyer die besseren Chancen zum Sieg.

Torfolge: 1:0 Christian Knuth (40.), 1:1 Dennis Dickehut (43.), 1:2 Florian Strohmeyer (49.), 2:2 David Holstein (57.); Schiedsrichter: Carsten Gaksch (Aspenstedt); Zuschauer: 38; bes. Vorkommnisse: Gelb-Rote Karten gegen Mathias Theunert (Wasserleben, 65.) und Sascha Schuster (Ströbeck (90.+1), Rote Karte gegen Sebastian Bruns (Ströbeck) wegen Tätlichkeit (85.).

TuS Elbingerode - Fortuna Dingelstedt 4:2 (1:1). Vom Anpfiff weg war bei der TuS-Elf der Vorsatz zu erkennen, das letzte Heimspiel der Hinrunde unbedingt gewinnen zu wollen. Die Offensivbemühungen wurden aber erst in der 25. Minute belohnt, René Lange schoss die Platzherren in Führung. Die Gäste hielten aber gut dagegen und glichen kurz vor der Pause durch Andy Sachs aus. Nach Wiederanpfiff nahm die Partie an Fahrt auf. Der eingewechselte Martin Jung scheiterte nach Solo (46.) und per Freistoß (55.) an Gästekeeper Nowack. Wenig später traf Martin Hinze nach Vorarbeit von Jung zur erneuten Führung, die Christoph Schütt zum 3:1 ausbaute. Doch Dingelstedt kam noch einmal zurück in die Partie, erneut war Andy Sachs der Torschütze. Elbingerode ließ sich aber nicht von seiner Linie abbringen. Schütt (78. Lattenschuss), und Marius Belger nach gutem Angriff über Martin Jung (80.) verpassten zunächst noch die Entscheidung. Erst eine Minute vor Schluss machte Schütt mit seinem zweiten Tor alles klar.

Torfolge: 1:0 René Lange (25.), 1:1 Andy Sachs (42.), 2:1 Martin Hinze (58.), 3:1 Christoph Schütt (68.),3:2 Andy Sachs (77.), 4:2 Christoph Schütt (89.); Schiedsrichter: Frank Golla (Osterwieck); Zuschauer: 15.

Blau-Weiß Schwanebeck - FSV Ilsenburg II 1:1 (0:0). Die Gäste wurden von offensiv ausgerichteten Schwanebeckern tief in die eigene Hälfte gedrängt, die FSV-Abwehr hatte Schwerstarbeit zu verrichten. Die erste Offensivaktion der Grün-Weißen durch Fabian Weber ließ bis zur 22. Minute auf sich warten. Da beide Abwehrreihen sicher standen, versuchten es Schwindt (35.) und Krumbholz (41.) für den FSV aus der Distanz. Mit dem Pausenpfiff schlenzte Schwanebecks Oliver Paul einen Freistoß über die Mauer, doch Keeper Stefan Schultz parierte stark. Trotz lauter Pausenansprache bei den Grün-Weißen blieb Schwanebeck tonangebend, die Führung lag mehrfach in der Luft. Nach einem Freistoß belohnte Routinier Stefan Köhler die Offensivbemühungen der Heimelf, der Treffer fiel aber aus abseitsverdächtiger Position. Vom Gegentor wachgerüttelt, erspielte sich der FSV zwei gute Chancen, doch Fabian Weber scheiterte. Kurz vor dem Abpfiff des guten Referees Röver brachte er dann aber die entscheidende Flanke, die Florian Litwin zum späten Ausgleich einköpfte.

Torfolge: 1:0 Stefan Köhler (75.), 1:1 Florian Litwin (89.); Schiedsrichter: Hans-Jürgen Röver (Neinstedt); Zuschauer: 30.

Germania Wernigerode II - Empor Dedeleben 3:2 (2:1). Germania erwischte den besseren Start, Björn Makswitat belohnte das deutliche Übergewicht mit sattem Linksschuss zur Führung. Wenig später stoppte Yves Bilsing einen Schulz-Freistoß gekonnt mit der Brust und schob überlegt zum 2:0 ein. Die Heimelf spielte weiter sehenswert nach vorn, vergab aber gute Chancen. Kurz vor der Pause verfehlte Hoffmann bei der ersten Gästechance knapp das Tor. Nach Wiederanpfiff fand Dedeleben immer besser ins Spiel, Michel Müller traf aus gut 25 Metern zum 2:1 in den Winkel. Die Wernigeröder wirkten verunsichert, überstanden aber mit Glück und Geschick diese Drangperiode der Gäste. Ein Kontertor von Safet Ballabani entschied schließlich die Partie zu Gunsten der Heimelf. Der erneute Anschluss durch den agilen Alexander Müller war nur noch Ergebniskosmetik.

Torfolge: 1:0 Björn Makswitat (10.). 2:0 Yves Bilsing (18.), 2:1 Michel Müller (63.), 3:1 Safet Ballabani (84.), 3:2 Alexander Müller (89.); Schiedsrichter: Norman Hermann (Wegeleben); Zuschauer: 13.