Nun hat es auch den bisher ungeschlagenen Tabellenführer der Bezirksliga erwischt: Im Harzer Derby beim Quedlinburger SV kassierte der HT 1861 Halberstadt die erste Saisonniederlage.

Halberstadt (fbo) l Wieder einmal fuhr der HT 1861 nicht vollzählig zu einem Auswärtsspiel. Erwähnenswert war auch, dass die angesetzten Schiedsrichter nicht anreisten und sich je Verein ein Sportfreund zur Verfügung stellte. HT-Trainer Olaf Feldheim: "An den Schiedsrichtern lag es gewiss nicht, dass wir unsere erste Niederlage kassiert haben." Von der ersten Minute war dem Gastgeber anzusehen, dass er dieses Spiel gewinnen wollte. Dementsprechend ging der QSV aggressiv in die Zweikämpfe. Der HT hatte damit das ganze Spiel Probleme. Einzig die rechte Angriffsseite mit Herrmann und Reuner erreichte Normalform. Trotz alledem war das Spiel bis zum 10:10 ausgeglichen, wobei der HT drei Siebenmeter vergab. Zum Ende der ersten Halbzeit schien es, als hätte sich Halberstadt etwas gefangen. Ergebnis war eine 2-Tore-Führung (10:12, 11:13), die der Gastgeber zur Halbzeit auf ein Tor verkürzte (14:15)

In der zweiten Halbzeit behauptete der HT zunächst den kleinen Vorsprung. Das Spiel war völlig ausgeglichen. Keiner konnte sich entscheidend absetzen. Jetzt machte sich auch die dünne Spielerdecke bemerkbar. Der Rückraum musste fast komplett durchspielen und Alternativen auf der Bank waren rar. Einzig Harbach setzte auf der linken Angriffsseite einige Akzente. Aber die letzte Durchschlagskraft fehlte dennoch im Angriff der Gäste. Auch die Abwehr stand nicht mehr kompakt. Immer wieder fanden die Quedlinburger die Lücken im Mittelblock oder auf Außen. Somit zog der Gastgeber auf 30:27 davon. Zwar stemmte sich der HT dagegen und verkürzte durch Hamann und Dörge, das änderte aber nichts daran, dass die Halberstädter knapp mit 30:31 verloren.

Feldheims Fazit: "Diesmal sind wir auf einen ebenbürtigen Gegner gestoßen und der Gastgeber wollte den Sieg mehr als der wir. Bei einigen Spielern fehlte auch der letzte Einsatz und die Bereitschaft, über die Schmerzgrenze hinaus zu gehen. Wobei nicht unbeachtet bleiben darf, dass, wenn wir mit einem Minikader zum Auswärtsspiel fahren, Alternativen auf der Bank gefehlt haben."