Noch vor Jahresfrist, am 30. Dezember, haben sich Kegelsportler der Vereine SV Lok Blankenburg und KSG Wolfenbüttel getroffen, um ihre Kegelfreundschaft zu feiern, die erstaunlicher Weise die Euphorie der Wendezeit überlebte und nun ihr silbernes Jubiläum feiert.

Blankenburg (kli/fbo) l Auf den Tag genau 25 Jahre später kamen beide Seiten wieder zusammen. In Anwesenheit des Blankenburger Bürgermeisters Noll und in Vertretung sein Amtskollege aus Wolfenbüttel Bosse, Stadtrat Heiko Breithaupt als Vertreter der Harzsparkasse, Klaus Lindner stellvertretender Vorsitzender vom SV Lok, überbrachten den anwesenden Sportlern der ersten Stunde ihre Grußworte, wünschten beiden Gemeinschaften für die Zukunft festen Zusammenhalt und Erfolge.

Das Geheimnis dieser festen Beziehung lüfteten die Väter der Kegelfreundschaft, Herbert Strobach und Helmut Beinert, beide längst Ehrenmitglieder der Blankenburger Kegelabteilung. "Die ersten Treffen von beiden Seiten basierten auf Augenhöhe, der Kegelsport stand immer im Vordergrund und die Sportler füllten diesen Freundschaftsvertrag mit Leben." 48 Freundschaftsvergleiche gab es seither, persönliche Kontakte in den Familien entwickelten sich rasch, der absolute Höhepunkt war sogar eine Eheschließung.

Zur Begrüßung durch die beiden aktuellen Abteilungsleiter Lothar Richter und Thomas Janitschke wurden auch an jene Sportkameraden gedacht, welche leider nicht mehr leben, aber einen großen Anteil an dieser Freundschaft hatten. Immer offen und fördernd standen die Stadtväter positiv zu den Keglern beider Vereine. Dass, wie beide Repräsentanten ihrer Stadt bestätigten, es noch 2015 zu einer Städtepartnerschaft zwischen Wolfenbüttel und Blankenburg kommen soll und dass die Kegelfreundschaft dabei ein wichtiger Meilenstein ist, erfüllte alle mit Stolz.

Stolz können die Blankenburger auch auf ihre Jugendarbeit sein. Klaus Lindner als Vertreter seines Vorsitzenden bemerkte, dass schon längst eine neue Generation wie Laura Auerswald, Justin Heinze oder Felix Ulmmann heran gewachsen sei, die die Ideale der Strobachs, Beinerts, Richters und Janitschkes in die nächsten 25 Jahre tragen werden.

Hoffnung auf eine Goldene Hochzeit, dann vielleicht auf einer 4-Bahnenanlage, sind deshalb keine Utopie. Mit einer spontanen ganz privaten Geldspende für die Jugendarbeit bekam Heinz Rainer Bosse,stellvertretender Bürgermeister Wolfenbüttels, einen herzlichen Applaus aller Anwesenden. In die Jugend zu investieren, dafür hat auch die Harzsparkasse immer ein offenes Ohr, betonte dann Stadtrat Heiko Breithaupt als Vertreter dieses Institutes. Schon in der jüngsten Vergangenheit hat die Harzsparkasse den Keglern bei Sanierungsarbeiten ihrer Kegelsportanlage hilfreich zur Seite gestanden.

In Erinnerung an diese 25 Jahre wurden zwei Gedenkholztafeln, die kunstvoll von Kegelbruder Mario Lindner geschaffen wurden, an die Väter der ersten Stunde übergeben, welche nun ihre Heimsportstätte zieren sollen. "Es ist ein Geschenk mit Symbolcharakter für die junge Generation", waren sich alle einig. Mit einem gemeinsamen Bankett und vielen Anekdoten endete dieser Festtag mit dem Wunsch auf weitere gute und gemeinsame Sportjahre. Beide Vereine verabschiedeten sich auf ein baldiges Wiedersehen mit einem dreimalig kräftigen "Gut Holz!"