Wernigerode (fbo) l Jedes Jahr im Januar zieht es viele Skilanglauf-Enthuisiasten aus ganz Europa und anderen Ländern nach Tschechien, um dort am Isergebirgslauf - dem Jizerska Padesatka - teilzunehmen. Besonders der Ski-Marathon über 45 Kilometer übt auf die Wintersportler eine magische Anziehungskraft aus. Treffen sich doch hier "echte Volkssportler" und Weltklasse-Athleten, die diesem Lauf eine ganz spezielle Note verleihen. So sind unter anderem Dreifach-Sieger und Rekordhalter des Wasa-Laufs und Eliteläufer des Weltcups dabei. Insidern des Skilanglaufs sind Namen wie Anders Aukland, Jörgen Brink, Morten Pedersen, Tord Gjerdalen und Petter Eliassen ein Begriff. Von den ersten 50 Platzierten kommen allein 32 Sportler aus Norwegen und Schweden. Die ersten sechs Ränge wurden ausnahmslos von norwegischen Läufern belegt. Wie alle anderen Wintersportorte in Europa hatten auch die Veranstalter in Tschechien mit widrigen Wetterbedingungen zu kämpfen, welche sie aber wieder perfekt meisterten. Nach frühlingshaftem Sonnabend mit viel Regen, folgte ein Sonntag mit eisiger Spur, langen Anstiegen und rasanten Abfahrten.

Dieser Herausforderung stellte sich zum wiederholten Male auch ein Aktiver des NSV Wernigerode - Mark Labbow - für den dieser Lauf zum Leben dazugehört. Bei den schnellen Loipenverhältnissen erwischte Labbow, der aus der ersten Startwelle begann, eine schnelle Gruppe, mit der er kontinuierlich mitlief. Dies brachte ihm das beste Ergebnis seiner bisherigen Teilnahmen. Er lief bis auf Platz 247 (bei mehr als 4 000 Teilnehmern!) vor und erreichte mit 2:27 Stunden eine gute Zeit. In seiner Altersklasse M50 (1 165 Starter) belegte er immerhin den 48. Rang. Labbow, einer der besten Langläufern der Region, hat bewiesen, dass auch der Harzkreis sehr gute Wintersportler hat.