Wernigerode (sku) l Das zweite Springen im Milka Schülercup machte Station im baden-württembergischen Baiersbronn auf den Ruhesteinschanzen. Allerdings mussten beide Trainingseinheiten sowie der Wettkampf "Alpine Fahrformen" wegen Regens ausfallen. Daher wurde erst am Sonnabend mit einem Trainingssprung und dem Pocket Jump (Anm. d. Red.: provisorischer Wettkampfsprung) begonnen. Leif Fricke kam sofort mit der Schanze, die einen Kalkulationspunkt von 43 Meter hat, sehr gut zurecht. Im anschließenden Pocket Jump unterstrich er sein Form und belegte mit 40,5 m den zweiten Platz, nur 0,5 m hinter dem Gesamtführenden Frederik Jäger (Tabarzer SV).

Der anschließende Wettkampf wurde bei sehr schweren Bedingungen durchgeführt, und Fricke kam damit weniger gut zurecht. Den ersten Sprung verpatzte er, da er in der Anfahrt zu aggressiv war und nur mit Mühe einen Sturz verhinderte. Eine gute Platzierung war dahin. Im zweiten Durchgang sprang er ohne Druck auf 40,5 m, dies war der siebte Platz.

Am nächsten Tag waren optimale Bedingungen, Sonne, kein Wind und eine super präparierte Schanze. Doch mit den Eindrücken vom Vortag, sprang Fricke nicht frei und landete im ersten Durchgang bei 37 m. Das bedeutete vorerst Position 19, was seine derzeitige Form nicht widerspiegelt. Mit 40,5 m landete er im zweiten Sprung auf Rang fünf und kam in der Gesamtwertung noch auf den elften Platz vor. Trainer Jürgen Duschek sagte: "Ich bin trotzdem mit seiner Leistung sehr zufrieden, da er einen schweren Sturz durch seine skifahrerischen Fähigkeiten verhindert hat und am nächsten Tag sehr gut zurückgekommen ist. Beim Pocket Jump hat Leif sein wahres Können aufblitzen lassen. Nun muss er es nur einmal schaffen, das in einem Wettkampf bei zwei Sprüngen umzusetzen."