Mit einem unerwarteten Titelgewinn und einem Bronzerang haben die Tennisspieler des SV Lok Blankenburg bei den Hallen-Landesmeisterschaften des Tennisverbandes Sachsen-Anhalt aufgetrumpft. Anett Walther sorgte dabei nach zweieinhalbjähriger Pause für ein starkes Comeback.

Blankenburg l Mit einer Rekordbeteteiligung - gemessen an den letzten Jahren - von 18 Damen und 30 Herren fand die 23. Auflage der Hallen-Landesmeisterschaft im Magdeburger Sportpark. Vom SV Lok Blankenburg hatten zwei Damen und drei Herren die Kriterien für eine Teilnahme erfüllt.

Nach über zweieinhalb Jahren Wettkampfpause kehrte Anett Walther auf das Spielfeld zurück. Seit einiger Zeit trainiert die 25-Jährige talentierte Kinder und Jugendliche des SV Lok mit Erfolg. Zuletzt spielte Anett Walther, die das Tennisspielen ab dem Jahr 1998 bei Petra Kallmeyer und Peter Kleefeld beim SV Lok Blankenburg erlernte, im Tennisverband Niedersachsen in der Regionalliga bei Grün-Gold Wolfsburg und für den THC Braunschweig in der 2. Bundesliga.

Mit etwas gemischten Gefühlen, aber dennoch selbstbewusst, ging Anett Walther nach der langen Pause ohne richtige Spielpraxis in die Meisterschaft. Bereits in der ersten Begegnung gegen die Nachwuchsspielerin Amy Marschneider vom 1. TC Magdeburg ließ die Harzerin beim 6:1, 6:0-Sieg keinen Zweifel aufkommen. Ebenso sicher setzte sie sich im Viertelfinale gegen Sophie Tihomirnova (1. TC Magdeburg) mit 6:4 und 6:1 durch. Auf dem Weg ins Endspiel bezwang die Blankenburgerin Charlotte Wengrzik (LuckyFitness.de Magdeburg) klar mit 6:1, 6:2.

Hochmotiviert durch die sehr guten Ergebnisse ging Anett Walther das Finale gegen Franziska Birkigt vom 1. TC Magdeburg an, lag aber im ersten Satz mit 1:4 und 3:5 in Rückstand. Doch dann spielte die Blankenburgerin ihre ganze Routine aus, drehte den Satz noch zum 7:5. Der zweite Durchgang ging klar mit 6:2 an Anett Walther, die somit ein gelungenes Comeback als Hallen-Landesmeisterin feierte.

"Natürlich bin ich erfreut über diesen Meistertitel nach der langen Spielpause. Überrascht hat mich das gute Niveau der jungen Spielerinnen. Jezt werde ich die weitere Vorbereitung auf die Sommersaison mit der Damenmannschaft des SV Lok in der Landesoberliga ausrichten", meinte Anett Walther nach dem Finalsieg.

Celina Kleefeld nutzte den Start in der Damenkonkurrenz, um wichtige Turniererfahrungen zu sammeln. Im Auftaktspiel bezwang die 13-Jährige Victoria Klehr (1. TC Trinum) sicher mit 6:1, 6:2. Im Viertelfinale traf Kleefeld auf die an Nummer 2 gesetzte Madlen Lüdtke (1. TC Magdeburg). Mit gesundheitlichen Problemen unterlag sie der späteren Bronzemedaillen-Gewinnerin klar mit 1:6, 1:6 und beendete das Turnier auf Rang fünf.

Bei den Herren setzten sich die Lok-Spieler zunächst sicher in zwei Sätzen durch: Sebastian Beilecke siegte 6:2, 6:2 gegen Ramon Dammert vom TC Salzwedel, Thomas Christopher Eckert gewann 6:4, 6:4 gegen Jörg Schramek (1. TC Magdeburg) und Stephan Sterzik setzte sich gegen Max Breuer (Biederitzer TC) mit 6:3, 6:4 durch. Im Achtelfinale verlor Stephan Sterzik nach über drei Stunden mit 5:7, 6:4 und 6:7 gegen Sascha Seeger-Knuth (LuckyFitness.de Magdeburg). Juniorenspieler Christopher Thomas Eckert ging überraschend als 6:4, 6:4-Sieger gegen Patrick Hüser (LuckyFitness.de Magdeburg) vom Platz. Ohne große Mühe zog Sebastian Beilecke mit einem 6:1, 6:1-Sieg über Jannik Hesse (Biederitzer TC) ins Viertelfinale ein.

In der Runde der letzten Acht unterlag Eckert dem späteren Landesmeister Daniel Ferl (1. Mitteldeutscher Racket-und Ballsportclub) mit 3:6, 4:6, während Beilecke sein Match gegen Danilo Bahn (1. TC Magdeburg) mit 7:5, 6:3 gewann. Im Halbfinale traf der Blankenburger auf den Eckert-Bezwinger Daniel Ferl. Nachdem Ferl den ersten Satz mit 6:3 gewonnen hatte, gab Beilecke im zweiten Satz beim Stand von 1:4 wegen gesundheitlicher Problemen auf. Im Spiel um Platz drei profitierte der Blankenburger vom Nichtantreten von Matthias Hoberg (1. TC Magdeburg) und gewann kampflos Bronze.

Zürückblickend auf alle Altersklassen können die Lok-Tennisspieler mit dem Abschneiden in der Halle zufrieden sein, obwohl ein besseres Ergebnis erwartet wurde.