Elbingerode (sku) l "Tollen Basketball spielen die Jungs in der laufenden Saison bereits und da habe ich mich gefragt, was man noch besser machen kann", lässt Marc Wenzel, Inhaber der Bar "Das NAPOleon", Revue passieren. Denn sportlich könnte es derzeit für die Oberharzer kaum besser laufen.

Am Sonntag schaffte das Team in letzter Sekunde die Qualifikation für das Landespokalfinale, in dem voraussichtlich die Aschersleben Tigers warten werden. Und auch in der Liga läuft es, dank fehlender Ergebnisse bei den Verfolgern, durchaus gut. Es sind noch fünf Begegnungen (davon drei Heimspiele) zu absolvieren und davon müssen die Oberharzer drei gewinnen, um den Titel zu gewinnen. Doch die fast schon chronische Personalnot wird die Saison bis zum Ende spannend halten.

"Wir haben auch gegen den SV Berliner Brauereien nur sieben Spieler zur Verfügung. Im Spiel gegen Halle war unser Glück, dass diese ebenfalls mit dezimiertem Kader angereist sind. Wenn nun die Berliner mit vollem Aufgebot kommen, wird uns wieder alles abverlangt", sagte BBO-Coach Christian Schäfer.

Da die Oberharzer nicht nur attraktiven Basketball spielen, sondern auch auf ein gutes "All-Around-Paket" achten, werden regelmäßig Sponsoren und Gewinnaktionen veranstaltet. Am Sonnabend hat sich der Inhaber des "NAPOleon" in Wernigerode dafür etwas ganz besonderes ausgedacht. "Ich bin sehr häufig in der Bodfeld-Halle. Das Stammpublikum ist zwar im Alter gemischt, aber hauptsächlich männlich. Da ich als Sponsor natürlich ein gewisses Maß an Verantwortung habe, versuche ich das Team immer wieder zu unterstützen. Da fiel mir diese tolle Idee ein. Jede volljährige Frau, die am Samstag den Weg in die Bodfeld-Halle findet, bekommt einen Begrüßungssekt gratis, gesponsert von uns als Napoleon", erzählte Marc Wenzel.

"Ich finde diese Aktion klasse und hoffe auf großen Zuspruch und ich verspreche, dass es auch wieder ansehnlichen Basketball geben wird. Denn deswegen sind wir ja eigentlich hier", fügte Christian Schäfer zuversichtlich hinzu.

Die Bodfeld Baskets lassen sich also einiges einfallen, um heute ab 20 Uhr genügend Unterstützung beim Heimspiel gegen die Berliner Brauereien zu bekommen. "Natürlich wollen wir jetzt auch aufsteigen, wo sich uns die Möglichkeit dazu bietet, aber das schaffen wir nur mit einer vollen Halle", sagte Vereinsboss Holger Neubert in abschließenden Worten vor dem Spiel gegen das Team aus der Bundeshauptstadt.