Wernigerode (ige) l Der HV Wernigerode hat in der Sachsen-Anhalt-Liga seine Pflichtaufgabe gegen den Tabellenletzten erfüllt - mehr aber auch nicht. Beim 30:25-Erfolg über Germania Borne leisteten sich die Mannen von Trainer Björn Ahlsleben eine Vielzahl von Fehlern und verpassten damit einen deutlich höheren Sieg.

Dabei begannen die Wernigeröder nach der ersten und letzten Führung für Borne beim Stand von 0:1 vielversprechend, zogen schnell auf 4:2 und 7:3 davon. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit schluderten die Wernigeröder vor allem in der Abwehr, "18 Tore in einer Halbzeit sind in Ordnung, 15 Gegentore gegen einen Tabellenletzten allerdings deutlich zu viel. Gerade in der Abwehr haben wir uns in der ersten Halbzeit deutlich zu viele Fehler erlaubt", bemängelte Trainer Ahlsleben.

Zwar zogen seine Schützlinge nach einem 10:7 bereits im Verlauf des Spielabschnitts auf sieben Tore davon (16:9), mussten aber gerade in der Schlussphase der ersten Hälfte zu viele Gegentore hinnehmen. So verkürzte Germania Borne bis zur Pausensirene auf 18:15 und war bei drei Toren Rückstand wieder voll im Spiel.

Im zweiten Spielabschnitt standen die Wernigeröder zwar deutlich besser in der Defensive, dafür ließ der Angriff die Effektivität der ersten Halbzeit vermissen. Phasenweise verzweifelten die Wernigeröder regelrecht an Bornes Keeper Bastian Krautwald, der A-Jugendliche entschärfte eine Vielzahl freier Würfe mit tollen Paraden. "Man kann sagen, der Keeper hat uns den Zahn gezogen oder wir haben ihn berühmt geworfen", kritisierte Trainer Björn Ahlsleben dabei auch die fehlende Cleverness im Abschluss. Dies war auch der Grund, dass die Partie lange Zeit offen blieb. Zwischenzeitlich war Germania Borne beim 22:21 sogar auf ein Tor heran, ehe der HV Wernigerode mit drei Toren in Folge die Weichen endgültig auf Sieg stellte.

"Wir haben gewonnen, zwei Punkte, mehr aber auch nicht. Es ist schön zu sehen, dass wir in der Lage sind, auch mit solch einer Leistung das Spiel zu gewinnen. Aber das kann und soll nicht unserer Anspruch sein", fordert Trainer Björn Ahlsleben für das nächste Spiel beim HSV Magdeburg eine deutliche Steigerung seiner Mannschaft.

Ein besonderes Lob verteilte der HVW-Coach an Benjamin Nierlein, der sich trotz Fußverletzung in den Dienst der Mannschaft stellte - und das auf ungewohnter Position im Abwehrzentrum. Apropos Verletzung: Nach dem Spiel gab es die nächste Hiobsbotschaft für den HV Wernigerode. Marcel Völkel fällt mit Mittelhandbruch sechs Wochen aus.

HV Wernigerode: Wisotzky, Zimmermann - Czaja (9/3), Meißner (2), Hoffmann (6), Nierlein, Karau (3), Weist (4/1), Wilde, Völkel (3), Dieterich, Stecker (2/2), Rühlmann (1), Csordas;

Zeitstrafen: HV Wernigerode 2 - Germ. Borne 2; Siebenmeter: HV Wernigerode 9/6 - Germ. Borne 4/4.

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