Wernigerode (ige) l Mit einer am Ende deutlichen 26:34-Niederlage hat der HV Wernigerode die Heimreise vom Punktspiel der Sachsen-Anhalt-Liga beim HSV Magdeburg antreten müssen. Dabei bot die Ahlsleben-Sieben dem Tabellenvierten lange Zeit hervorragend Paroli, führte zur Pause sogar 17:15.

Die Wernigeröder mussten die Reise erneut mit stark dezimierten Kader antreten, entsprechend stellte sich das Team auf einen harten Kampf in der Landeshauptstadt ein. In der ersten Halbzeit überzeugte der HV Wernigerode vor allem in der Offensive, mit dem Zwei-Tore-Rückstand war der HSV Magdeburg zur Pausensirene noch gut bedient. Die Anfangsphase agierten die Harzer praktisch ohne Deckung, folgerichtig konnte auch Torwart Andreas Wisotzky keine Akzente setzen. In der Offensive überzeugten die Wernigeröder dafür mit sehr variablem Spiel, David Weist setzt seine Nebenleute hervorragend in Szene.

Ab Mitte der ersten Halbzeit stand dann auch die Deckung kompakter, zudem steigerte sich Keeper Andreas Wisotzky zusehends. Zwischenzeitlich führten die Wernigeröder bereits mit vier Toren Vorsprung (11:15, 24.), bis zur Pause konnten die Hausherren den Rückstand leicht auf 15:17 verkürzen.

Die zweite Halbzeit ist dann aus Sicht der Wernigeröder schnell erzählt. "Die Mannschaft hat ihren Spielrythmus anscheinend komplett in der Kabine gelassen. Es wurde nicht mehr gespielt, sondern nur noch mit Einzelaktionen versucht, zum Torerfolg zukommen", kritisierte Co-Trainer Marco Götting. Die Magdeburger, nun mit dem länger verletzten Michael Jahns in ihren Reihen, übernahmen das Kommando und wendeten das Blatt frühzeitig zu ihren Gunsten (20:19/36.). Der Torjäger der Magdeburger zeigte in seinem ersten Spiel nach sechswöchiger Pause (Mittelfußbruch), wie wichtig er für seine Mannschaft ist. Jeder Angriff lief über den bulligen Rückraumspieler, auch die Schiris brachten in einigen Aktionen den "Jahns-Bonus" (Co-Trainer Götting) zum Vorschein. Die Magdeburger gaben die Führung nicht mehr aus der Hand und warfen einen klaren 34:26-Sieg heraus, wobei der Schlusspunkt dem Wernigeröder A-Jugendspieler Niklas Schulze mit seinem ersten Punktspieltor bei den Männern vorbehalten blieb.

HV Wernigerode: Wisotzky, Zimmermann - Czaja (3), Weist (5), Hoffmann (6), Nierlein (2), Karau (2), Stecker (7), Wilde, Dieterich, Csordas, Schulze (1), Erdmann;

Zeitstrafen: HSV Magdeburg 3 - HV Wernigerode 6; Siebenmeter: Magdeburg 6/3 - Wernigerode 10/7.