Für Sebastian Knobbe und seine Teamkollegen vom SV Langenstein setzte es am Sonnabend die 13. Saisonpleite in der Fußball-Landesklasse, Staffel III. Für Knobbe selbst gab es allerdings ein Debüt: die erste Gelb-Rote Karte seine Karriere. Im Kurzinterview mit Volksstimme-Mitarbeiterin Maria Kurth sprach er über seinen Platzverweis und den Abstiegskampf.

Volksstimme: Herr Knobbe, war die erste Gelb-Rote Karte ihrer Karriere berechtigt?

Sebastian Knobbe: Wenn man das Regelwerk nimmt, war sie berechtigt. In der Szene haben wir gerade einen Konter eingeleitet und Andreas Puls wurde gefoult. Das ist eine klare gelbe Karte, die es aber nicht gab. Ich habe dem Schiedsrichter dann gesagt, das wäre doch ein Witz. Dafür gab es die erst gelbe Karte. Im Weggehen habe ich höhnisch geklatscht und Gelb-Rot gesehen. Mein Verhalten war natürlich nicht richtig und ich bin eigentlich ein ruhiger Typ, aber irgendwann reicht es dann auch mal. Herr Kawitzke hat uns diese Saison schon einmal in Blankenburg gepfiffen und da war ebenfalls eine katastrophale erste Halbzeit dabei. Jeder macht Fehler, gar kein Thema. Aber es kann nicht sein, dass man sich das ganze Spiel über arrogant und herablassend gegenüber den Spielern verhält und zu keiner Zeit bereit ist, normal zu kommunizieren.

Es sind mittlerweile fünf Punkte Rückstand zum rettenden Ufer. Inwieweit ist noch Hoffnung vorhanden?

Wir sind nicht auf den Kopf gefallen und wissen, dass es schwer wird. Jetzt zu sagen, das war es, wäre aber zu früh und auch das falsche Signal. Die Moral stimmt nach wie vor. Wir haben eine Trainingsbeteiligung von 12 bis 15 Leuten pro Einheit. Das ist in dieser Situation nicht selbstverständlich. Die Stimmung ist natürlich trotzdem nicht gut. Wir investieren jede Woche sehr viel, erarbeiten uns mittlerweile gute Chancen, können diese dann aber einfach nicht verwerten.

Inwiefern werden die nächsten beiden Partien, vor allem in Hinblick auf das Spiel in zwei Wochen gegen Eintracht Osterwieck, richtungsweisend?

In Hadmersleben nächste Woche hängen die Trauben sehr hoch. Vor allem weil drei bis vier Spieler aus der Stammelf fehlen. Die Partie gegen Osterwieck ist dann schon eine Art Endspiel. Wenn wir gewinnen, sind wir wieder dran. Wenn wir verlieren, war es das fast schon.