Wernigerode (sku) l Für die A-Jugend des HV Wernigerode ging es am Sonntag zum Dessau-Roßlauer HV. Die Anfangsphase gehörte den Gästen. Mit schnellen Angriffen und beweglicher Abwehr gelang bis zur zehnten Minute eine 5:1-Führung. Mit der ersten Zeitstrafe gegen Niklas Schulze kam aber der Bruch bei den Harzern. Die Heim-Sieben stabilisierte sich und glich zum 5:5 aus. Die zweite Zeitstrafe gegen Schulze in der 17. Minute kompensierten die Wernigeröder dagegen gut und führten in der 20. Minute mit 11:9. Auf beiden Seiten nahmen die Fehler aber zu, sodass es eine sehr umkämpfte Partie wurde. Bis zum Halbzeitpfiff verteidigten die Jungs vom HVW ihren Vorsprung und gingen mit 13:11 in die Kabine.

In der 39. Minute sah Schulze die dritte Zeitstrafe und wurde somit beim Stand von 16:14 disqualifiziert. Die Angriffe kamen nun ins Stocken und das Team aus Dessau-Roßlau schaffte den 17:17-Ausgleich. Die Hausherren nahmen daraufhin Tom Kaufmann in Manndeckung. Trotzdem setzte sich Kaufmann mehrfach gegen seinen Gegenspieler durch und leitete sein Team. Die Spieler vom HVW waren in der Schlussphase überlegen und hatten fünf Minuten vor Schluss eine 24:21-Führung. Dennoch wurden die letzten Minuten zur Nervenprobe für die mitgereisten Wernigeröder Fans. In der hitzigen Atmosphäre setzten die Gastgeber alles auf die Offensive, aber die HVW-Akteure hielten dem Druck stand und feierten am Ende einen wichtigen 26:23-Erfolg.

Nach dem Schlusspfiff kam es noch zu einer hitzigen Diskussion unter den Beteiligten beider Seiten, der Schiedsrichter zeigte pro Mannschaft noch je eine Rote Karte. Trainer Jens Kaufmann war nach dem Spiel zufrieden: "Wir wussten, dass es heute ein sehr schweres Spiel werden würde. Dessau hat sich bislang als sehr heimstark erwiesen und wir wollten die beiden Punkte holen, um noch Anschluss an Tabellenplatz vier zu halten. Meine Jungs haben kämpferisch überzeugt und den Sieg verdient geholt."

HV Wernigerode: Hesse - Garm (3), König, Kaufmann (12), Rühlmann (6), Richter (1), Christiansen (1), Nitsch (1), Riesenberg, Kalitzki, Schulze (2).