Auf eine tolle Entwicklung können die Blankenburger Volleyballfreunde in den vergangenen Monaten zurückblicken. Binnen kürzester Zeit hat sich die Mitgliederzahl von 70 auf 150 mehr als verdoppelt.

Blankenburg l Nach Jahren des Rückgangs und der Stagnation weht mit Beginn dieser Saison ein frischer Wind im aktuell erfolgreichsten Volleyballverein des Harzkreises. Aus den unterschiedslichsten Gründen hatten gleich sieben Trainer den Verein verlassen. Im Damenbereich stellt der Verein aus der Blütenstadt zwar seit der vergangenen Saison das beste Team in Sachsen-Anhalt, aber eine zweite Mannschaft fehlte ebenso, wie die Nachwuchsteams in den jüngeren Altersklassen. Einzig eine U 18-Mannschaft war auf Landesebene erfolgreich.

Nach positiven Gesprächen zum Ende der letzten Saison trat das komplette Damenteam des SV Lok Blankenburg mit Trainer Jens Streich den Volleyballfreunden bei, damit wurde eine zwingende Auflage zum Verbleib der ersten Mannschaft in der Regionalliga erfüllt. Sigmar Schleef, Vereinsvorsitzender der Blankenburger Volleyballfreunde, zollte in diesem Zusammenhang nicht nur der Mannschaft, sondern auch Kurt Brandt als Abteilungsleiter der Lok-Volleyballer höchsten Respekt vor diesem Schritt. Die zweite Mannschaft spielt aktuell eine überzeugende Saison und rangiert kurz vor Abschluss der Serie im oberen Tabellendrittel der Landesliga (siehe nebenstehender Bericht).

Mit Beginn der neuen Saison starteten die Blankenburger Volleyballfreunde auch eine Offensive in der Nachwuchsarbeit - die Sichtungsaktion für Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren stieß auf eine überwältigende Resonanz. 40 neue Spielerinnen trainieren mit großem Eifer in zwei Gruppen und können damit die große Lücke im Bereich der U 12 bis U 16 schließen.

Darüberhinaus haben die Volleyballfreunde mit ihrem Projekt "Über den Tellerrand schauen" ein Training für Vorschulkinder im Alter von vier bis fünf Jahren gestartet. In der "Mäusegruppe" erhalten momentan 20 Mädchen und Jungen eine Grundausbildung auf sportlicher Ebene, in der auch der Ball eine Rolle spielt. "Es ist dabei durchaus gewollt, dass die Kinder beim Schuleintritt auch eine andere Sportart als Volleyball favorisieren und dann mit guten Voraussetzungen dort einsteigen können", so Sigmar Schleef.

"Leider können wir später keine Jungengruppe trainieren, dafür reicht weder die Hallenkapazität noch die Anzahl der Trainer", führte Sigmar Schleef die Hauptgründen dafür an, warum sich der Verein im Wettkampfbereich auf die Mädchenteams konzentriert. Auch die bestehenden drei Trainingsgruppen sind komplett ausgebucht, diesbezüglich ist der Verein in beiden Punkten an der absoluten Kapazitätsgrenze angekommen.

Vor allem die Hallensituation gestaltete sich aus Sicht des Vereins sehr schwierig, nicht nur weil die erste Mannschaft ihre Heimspiele mangels geeigneter Halle in Blankenburg in der Mehrzweckhalle Thale austragen muss. "Wenn wir zur neuen Saison mit den Nachwuchsteams in den aktiven Spielbetrieb einsteigen wollen, müssten wir unsere Spiele ebenfalls in fremder Halle austragen", berichtet Sigmar Schleef.

In puncto Trainer erhofft sich der Vereinsvorsitzende in naher Zukunft auch Verstärkung aus den Reihen der aktiven Damenmannschaften. Aktuell stehen mit Nicole, Beatrice und Sigmar Schleef sowie Yvonne Saalfeld und Andreas Eipel fünf Übungsleiter für die 60 Kinder im Verein zur Verfügung.