Langenweddingen (sbr) l Eine Halbzeit lang spielte der HV Wernigerode am Sonnabend mit dem amtierenden Landesmeister SV Langenweddingen auf Augenhöhe. Am Ende reichte es in der mäßigen Partie aber nicht für einen Punktgewinn.

Die Gäste starteten in der Langenweddinger Sporthalle Am Heßberg gut. Sie führten schon mit 3:1, fingen sich dann aber den 3:3-Ausgleich. Einfache Ballverluste und hergeschenkte Chancen der Harzer sorgten dafür, dass der SVL bis zum 8:5 selbst einen kleinen Vorsprung herauswarf. Den Mannen um Gorden Müller, der schon in der ersten Halbzeit fünf Tore machte und mit insgesamt zwölf bester Werfer an diesem Tag war, gelang aber beim 8:8 der erneute Gleichstand. Danach wechselte die Führung immer wieder hin und her. Das Spiel blieb eng, auch weil sich beide Teams zahlreiche Fehler im Aufbau leisteten. So ging es mit einem 12:12 in die Pause. Eigentlich schon ein Achtungserfolg, der eine gute Basis für die zweite Halbzeit hätte sein können.

Doch wie schon im Auswärtsspiel beim HSV Magdeburg ließen die Wernigeröder ihre Einstellung wieder in der Kabine. Die Langenweddinger bestraften dies, indem sie bis zum 22:15 in der 47. Minute davonzogen. Die Gäste warfen dabei den schon in Hälfte eins ins SVL-Tor gewechselten Mark Illig mit relativ einfachen Bällen berühmt. Beim Gastgeber überzeugte der junge Matthias Knorr auf der rechten Außenposition. Erst als das Spiel praktisch schon verloren war, fing sich der HVW wieder, fasste in der Deckung endlich aggressiver zu und verkürzte über 19:23 und 20:24 sogar bis auf 24:25. Die Zeit reichte aber nicht mehr und Langenweddingens Routinier Matthias Scheller markierte den 26:24-Endstand.

HV Wernigerode: Wisotzky, Hesse - Wilde, Nierlein (1 Tor), Karau (1), Dieterich, Stecker (1), Weist (2), Erdmann, Müller (12/2), Ninnemann (2), Csordas, Meißner (1), Czaja (4/1).

Siebenmeter: SVL 3/5; HVW 3/5. Zeitstrafen: SVL 5, 1 Rote Karte (3x2-Min.); HW 4.