Wernigerode (ige) l Der 23. Spieltag der Fußball-Landesklasse verspricht vor allem im Abstiegskampf ein hohes Maß an Spannung. Die Konstellation der Spiele könnte aus Harzer Sicht bereits eine Vorentscheidung herbei führen.

Der SV Olympia Schlanstedt plant als abgeschlagenes Tabellenschlusslicht zwar schon für die Harzoberliga, könnte aber für die Vereine aus der Region noch einmal Schützenhilfe leisten. Die Gelb-Schwarzen sind bei der ZLG Atzendorf zu Gast, die sich als Tabellenzwölfter mit 18 Punkten wohl als einziger Verein noch in Reichweite der anderen beiden abstiegsbedrohten Harzvereine befindet. Im Hinspiel unterlag der SV Olympia nur knapp mit 1:2. In Anbetracht der aktuellen Tabellenlage hat die Elf von Trainer Uwe Kaschmirzak nichts mehr zu verlieren und kann befreit aufspielen.

Um auf Tuchfühlung zum "rettenden Ufer" zu bleiben, zählt für den SV Langenstein (14.) im Aufsteigerduell beim FSV Drohndorf-Mehringen (12.) wohl nur ein "Dreier". Die ZLG Atzendorf zog durch den überraschenden Sieg beim Schackstedter SV bereits auf sieben Punkte davon, auch die Osterwiecker Eintracht hat als Tabellennachbar bereits sechs Punkte mehr auf dem Konto.

Ob die Elf aus dem Ratsgarten die Bilanz an diesem Wochenende aufbessert, erscheint in Anbetracht des schweren Gegners fraglich. Die Osterwiecker werden vom SV 09 Staßfurt erwartet, der als Tabellensechster den Anschluss zum oberen Drittel wahren will. Im Hinspiel kassierte die Eintracht daheim zwar eine klare 0:4-Niederlage, allerdings sorgte die Dube-Elf in der Fremde schon für die ein oder andere Überraschung.

Im Aufstiegskampf scheint die Vorentscheidung bereits gefallen, nach Siegen über die ärgsten Rivalen scheint der FSV Grün-Weiß Ilsenburg nicht mehr aufzuhalten. Dennoch gilt es für die Ilsestädter, die Konzentration hochzuhalten, zumal die eindrucksvolle Serie im Heimspiel gegen den TSV Hadmersleben auf 19 Siege ausgebaut werden kann.

Den Aufwärtstrend der Rückrunde will der Blankenburger FV (7.) bestätigen, nach dem Punktgewinn in Westerhausen wartet mit dem Schackstedter SV das nächste "Schwergewicht". Der Tabellenzweite schwächelte nach dem verlorenen Topspiel gegen Ilsenburg und sollte auch für den BFV keine unlösbare Aufgabe darstellen. Schwerer erscheint die Hürde für den SV Westerhausen (4.), der im Kampf um einen Medaillenrang bei Germania Wulferstedt (5.) bestehen muss.