Wernigerode (mvo/ige) l Die Red Devils vom Wernigeröder SV Rot-Weiß haben das Ticket für das Finale um die Deutsche Floorball-Meisterschaft gelöst. Nach dem 8:7-Auswärtserfolg im ersten Duell entschieden die Harzer auch das zweite Playoff-Halbfinale gegen die SG BA Tempelhof Berlin mit 9:5 zu ihren Gunsten und damit gleichzeitig die "Best-of-three-Serie" mit zwei Siegen zu ihren Gunsten. Im Meisterschafts-Finale treffen die Roten Teufel nun auf den Serienmeister UHC Sparkasse Weißenfels, der sich gegen den VfL Red Hocks Kaufering ebenfalls souverän in zwei Spielen durchsetzte. Das erste Finalspiel steigt am Sonntag, 10. Mai, um 16 Uhr in der Harzlandhalle Ilsenburg.

Die Hausherren gingen im zweiten Halbfinalspiel gegen BA Tempelhof Berlin frühzeitig durch Ramon Ibold mit 1:0 in Führung. Gegen Mitte des ersten Drittels legte Bundesliga-Topscorer Markus Piittisjärvi zum 2:0 nach. Genau eine Minute nach Wiederanpfiff des zweiten Abschnitt verkürzten die Berliner zum 2:1, doch Ramon Ibold und erneut Markus Piittisjärvi antworteten prompt mit zwei weiteren Toren zur 4:1-Führung. Noch vor der zweiten Pause schossen sich die Gäste auf 4:3 heran, aber Juha-Pekka Kuittinen sorgte mit dem Treffer zum 5:3 für die wichtige Zwei-Tore-Führung nach dem Mitteldrittel.

Im letzten Abschnitt lieferten sich beide Mannschaften wie schon im ersten Playoff-Halbfinale ein packendes und hart umkämpftes Duell. Nach dem 6:3 durch Juha-Pekka Kuittinen verkürzten die Berliner erneut, doch Robert Müller stellte umgehend den alten Abstand wieder her. In einer energischen Schlussphase kamen die Gäste trotz Unterzahl noch einmal auf 7:5 heran. Als die Hauptstädter in der Schlussminute alles auf eine Karte setzten und den Goalie für einen sechsten Feldspieler aus dem Tor nahmen, nutzten die Red Devils die sich bietenden Möglichkeiten, um das Spiel zu entscheiden. Vojta Krupicka und Marius Mildner stellten den 9:5-Endstand her, mit dem die Roten Teufel zum ersten Mal seit drei Jahren wieder im Finale um die Deutsche Floorball-Meisterschaft stehen.

Red Devils: Blume, Severin - Einecke, R. Müller, Ibold, Fiedler, Piittisjärvi, Krupicka, Willingmann, Löwenberg, Hellmund, Riechel, Kuittinen, Schmidt, Mildner, Mertens, Suske, P. Müller, Ekroos, Lisiecki;

Torfolge: 1:0 Ramon Ibold (2:57), 2:0 Markus Piittisjärvi (9:56), 2:1 Marek Brincil (21:00), 3:1 Ramon Ibold (22:08), 4:1 Markus Piittisjärvi (22:12), 4:2 Helge Heitmann (30:27), 4:3 Lukas Brockmann (34:09), 5:3, 6:3 Juha-Pekka Kuittinen (37:52, 43:03), 6:4 Marek Brincil (52:54), 7:4 Robert Müller (55:08), 7:5 Helge Heitmann (58:35), 8:5 Vojta Krupicka (59:30), 9:5 Marius Mildner (59:49).