Wernigerode (ige) l Mit einem hohen 44:32-Sieg über den Tabellennachbarn SV Irxleben 1919 haben die A-Jugend-Handballer des HV Wernigerode ihre Chancen auf Platz vier der Sachsen-Anhalt-Liga gewahrt.

Trotz des Hinspielsieges gingen Trainer und Fans durch die jüngsten Niederlagen gegen die Spitzenteams aus Calbe und Halle etwas verunsichert in die Partie. Zumal HVW-Coach Jens Kaufmann bei vier angeschlagenen Spieler einige Personalsorgen befürchtete. Doch beim Erwärmen signalisierten alle betreffenden Akteure ihre Einsatzbereitschaft.

Beide Teams lieferten sich vom Anpfiff weg einen offenen Schlagabtausch, bis zum 8:7 (10.) konnte sich keine Mannschaft absetzen. In der Folge drehten die Hausherren aber auf, die Abwehr harmonierte jetzt gut und Keeper Alex Hesse zeichnete sich mehrfach aus. In der Offensive zeigten vor allem Niklas Schulze und Tom Kaufmann, warum die Harzer zu den offensivstärksten Teams der Liga gehört. Bis zur 21. Minute wurde ein 17:10-Vorsprung herausgespielt.

Mit einer Auszeit versuchte Irxlebens Trainerin, den Lauf der Wernigeröder zu stoppen. Aber ohne Erfolg. Vor allem über Rechtsaußen Leon Rühlmann gelangen dem HVW nun entscheidende Tore und so war die Partie zum Halbzeitpfiff beim Stand von 24:14 schon fast entschieden.

Trainer Kaufmann zeigte sich zufrieden mit der Leistung und forderte nun Kontinuität im Spiel. Einige Wechsel störten zunächst den Spielfluss der Gastgeber, so konnte Irxleben das Match ausgeglichener gestalten. Mit starken Szenen der Außenspieler Alex König, Max Garm und Robby Nitsch nahm das Angriffsspiel des HVW wieder an Fahrt auf. Auch Kreisläufer Nils Christiansen war vom Mittelblock der Gäste schwer zu verteidigen und erzielte wichtige Tore. Im Abwehrverbund steigerte sich der zur Pause eingewechselte Torwart Henrik Beer zusehends und entschärfte mehrere gute Chancen. Vor ihm überzeugten Loris Bartsch und Max Richter mit einer guten kämpferischen Einstellung in der Defensivarbeit. Der Abstand pendelte sich während der gesamten zweiten Halbzeit um die zehn Toren ein, ehe der HVW in der Schlussphase etwas zulegte und zum 44:32-Sieg erhöhte.

"Einen Erfolg in dieser Höhe hatten wir im Vorfeld nicht erwartet. Meine Jungs haben heute auf ganzer Linie überzeugt, trotz einiger angeschlagener Spieler und Umstellungen in der Deckung haben wir uns keine Blöße gegeben. Wir wussten das Irxleben meist aus dem Rückraum agiert und haben uns darauf eingestellt. Jetzt haben wir die Tabellenplätze getauscht und mit einem Blick auf das Restprogramm sogar gute Chancen, noch den angestrebten vierten Platz zu erreichen", äußerte sich ein rundum zufriedener HVW-Coach Jens Kaufmann.

HV Wernigerode: Hesse, Beer- Garm(1), König, Kaufmann(12), Rühlmann(8), Bartsch, Richter(3), Nitsch, Christiansen(6), Schulze(14)