Das Damenteam der Blankenburger Volleyballfreunde hat seinen Triumph im Landespokal wiederholt. In einem hochdramatischen Finale setzte sich das Team von Trainer Fred Funk gegen den gastgebenden USC Magdeburg in fünf Sätzen durch.

Blankenburg l Der USC Magdeburg war zum Mai-Feiertag Ausrichter der Finalspiele um den Sparkassen-Landespokal. Da der Universitätssportclub in beiden Endspielen vetreten war, erhoffte sich die stimmungsvollen Kulisse einen Doppeltriumph der Hausherren. Während die Männer als Zweitliga-Aufsteiger dieses Vorhaben in der rappelvollen Campushalle mit einem 3:0-Sieg über den künftigen Staffelkontrahenten VC Bitterfeld/Wolfen erfüllten, machten die Harzerinnen den Magdeburger Hoffnungen einen Strich durch die Rechnung.

Die BVF-Damen hatten sich nach der 1:3-Niederlage im letzten Regionalliga-Heimspiel viel vorgemommen, mussten aber auf die erkrankte Zuspielerin Anna Goes verzichten. Sarah Weiß nahm ihre Position ein, fehlte der Mannschaft dadurch aber im Mittelblock und Angriff.

Obwohl der USC Magdeburg spielerisch und auch kämpferisch eine starke Leistung bot, dominierte der BVF-Sechser im ersten Satz (25:19). Doch das Gastgeberteam steigerte sich in Durchgang zwei, war im Aufschlag und Feldabwehr das bessere Team und glich mit einem 25:17-Satzerfolg aus. Bei den Gästen um Kapitän Natalie Heinold ging der Faden in dieser Phase völlig verloren. Statt sich auf das Spiel zu konzentrieren, wurden strittige Entscheidungen der Schiedsrichter reklamiert. So ging auch der dritte Satz mit 14:25 verloren und das Funk-Team stand mit dem Rücken zur Wand. Doch nun besannen sich die Blankenburgerinnen wieder ihrer Stärken und kämpften um jeden Ball. Dies gab gerade in einer ausgeglichenen Phase zum Ende des vierten Satzes den Ausschlag, mit einem 25:21 gelang der Ausgleich.

Auch der Tie-Break war nichts für schwache Nerven. Die Führung wechselte ständig, beim Stand von 8:7 für den BVF-Sechser wurden die Seiten gewechselt. Danach führte der USC Magdeburg zwischenzeitlich mit zwei Punkten, wenig später lag die Mannschaft von Trainer Fred Funk wieder mit 13:11 vorn. Beim 13:13 schien das Spiel zu Gunsten der Magdeburgerinnen zu kippen, doch der USC vergab die Chance zum Matchball. Diesen hatte folgerichtig der BFV-Sechser durch Elisa Haug, die zuvor zwei Aufschläge in Folge "versemmelt" hatte. Doch im entscheidenden Moment hämmerte sie den Ball unerreichbar ins gegnerische Feld und löste damit einen Riesenjubel bei Mannschaft und den zahlreichen mitgereisten Fans aus.

Bei der Siegerehrung durch einen Vertreter des Sparkassenverbandes und dem Präsidenten des Volleyballverbandes Sachsen-Anhalt, Theo Struhkamp, flossen sowohl beim Siegerteam als auch beim unglücklichen Verlierer einige Tränen.

Blankenburger VF: Heinold, Weiß, J. Clemens, Kubik, Bente, Bock, Steckhan, Gent, Haug, Lambrecht.