Wernigerode (fbo) l Auch 2015 ist eine kleine Mannschaft von 13 Schwimmern des HSV Wernigerode beim 18. Danish International Swim Cup in Esbjer in Dänemark gestartet. Es ist einer der größten Schwimmwettkämpfe der Welt.

Die blanken Zahlen: Rund 1 200 Schwimmer aus sieben Ländern (Deutschland, Schweden, Dänemark, Island, Polen, Niederlande und Norwegen) starteten in acht Altersklassen. In zwei Hallen wurden früh parallel an den drei Tagen rund 9 000 Starts absolviert, weitere 1 000 Starts gingen in den abendlichen Finalen im Svommestadion ins Wasser. Rund 600 Trainer und Betreuer unterstützten dabei die jeweiligen Sportler.

Das Positive: Eine der Medaillen ging in den Harz. "Außerdem gab es für uns acht Finalteilnahmen, unzählige Bestzeiten und einige Platzierungen", freute sich Grit Kamann-Selbach vom HSV mit ihren Aktiven.

Die 50 m und 25 m-Strecken wurden früh in Vorläufen geschwommen und die acht schnellsten Schwimmern der Jahrgänge bestritten dann am Abend das Finale. Erfolgreichste Schwimmer aus Harzer Sicht waren Jan Oliver Erdmann und Shirley Danielack. Erdmann schwamm in der Altersklasse 13 in drei Finals: über die 50 m Rücken, 25 m Rücken und 25 m Delfin. Über die 50 m Rücken holte er in einem packenden Rennen und neuer persönlicher Bestzeit von 0:33,33 sec Bronze. Über die 25 m Rücken reichte es nicht für die avisierte zweite Medaille, da der Start nicht optimal verlief.

Danielack zog in der Altersklasse 10 in insgesamt fünf Finals ein und belegte im extrem starken Teilnehmerfeld verschiedene Platzierungen zwischen Rang vier und sechs. Besonders das letzte Rennen über die 25 m Delfin war extrem knapp - in 0:17,53 sec verpasste Shirley Danielack hier nur um 0,01 Sekunden die Bronzemedaille.

Aber auch die Leistungen der anderen Schwimmer sind hervorzuheben, war doch der Harzer Schwimmverein einer der Clubs mit den wenigsten wöchentlichen Trainingseinheiten. So schwamm sich Luka Vasic als Neunjähriger in der Altersklasse 11 und jünger über die 50 m Rücken auf Platz 18 (von mehr als 60 Schwimmern/d.Red.) und ließ viele Ältere hinter sich.

Starke Zeiten vermeldten auch die Mädchen der Altersklasse 13. Isabel Donath verbesserte sich über die 200 m Lagen um 16 Sekunden, Ann-Kathrin Micke über die 200 m Delfin um gut zehn Sekunden. Bestzeiten gab es auch für Sophie von Gynz-Rekowski (AK 8), Joana Friedrich und Belana Donath (AK 9), Karolis Aleksiejus (AK 10 startete in der AK 11 und jünger), Louis von Gynz-Rekowski und Noah Dalichow (AK 12) sowie Ilva Louise Bachmann und Johanna Seidel (beide AK 13).

Trainerin Kamann-Selbach: "Ein großer Dank geht an Industriebau Wernigerode für die Bereitstellung eines Transports sowie an die mitreisenden Eltern und Betreuer und insbesondere auch an Friederike Dalichow, die gerade ihre Trainerausbildung macht und die sportliche Betreuung der Mädchen der Altersklasse 13 in der zweiten Schwimmhalle souverän absicherte."