Halberstadt l Am Freitagabend hat der VfB Germania Halberstadt II 1:1 (0:0) beim abstiegsbedrohten SV Lok Aschersleben gespielt. Weil Halberstadts unmittelbarer Verfolger MSV Börde sein Auswärtsspiel in Heyrothsberge mit 0:1 verloren hat, reicht dem VfB in den restlichen zwei Begegnungen ein Punkt zur Vizemeisterschaft und einer möglichen Relegation zur Verbandsliga.

Bei den Gästen war über weite Strecken zu sehen, dass der ganz große Druck beziehungsweise die Spannung fehlte. Halberstadt lieferte eine durchwachsene Partie im vorletzten Auswärtsspiel ab. Trainer Karsten Armes ordnete es nüchtern ein: ""Wir können damit leben, erst recht, da der MSV Börde nicht gepunktet hat."

In der ersten Halbzeit hatte die gefälliger spielende Germania guten Chance auf Tore. "Eigentlich müssen wir 3:0 oder 4:0 führen", blickte Armes auf die vergebenen Möglichkeiten von Robert Rode, Denny Piele und Florian Köhler zurück. "Aber es war kein einfaches Spiel. Schon die Partie der Vorwoche hat gezeigt, dass wir uns gegen Kontrahenten aus dem Keller schwer tun."

Kurz nach Wiederanpfiff war es einmal mehr Torjäger Denny Piele, der für seine Farben traf. Über wenige Stationen kam der Ball zu Steven Rentz, der den Germania-Mittelstürmer bediente. Weil Halberstadt es verpasste, die Führung auszubauen, "klingelte" es nach etwa einer Stunde auch im Tor von Keeper Fabian Guderitz. "Allerdings aus stark abseitsverdächtiger Position", beschrieb der VfB-Trainer. Knifflig wurde es noch einmal fünf Minuten vor dem Abpfiff. Fast in Torwartmanier klärte ein Aschersleber Verteidiger per Hand auf der Linie. "Das war ein ganz klarer Strafstoß", meinte Armes nach Abpfiff. Der Unparteiische hatte dies jedoch übersehen, entschuldigte sich nach den 90 Minuten sogar für seinen Fehler.

Armes` Fazit: "Wir haben definitiv schon bessere Spiele gezeigt. In den verbleibenden zwei Saisonbegegnungen müssen und wollen wir uns noch einmal effektiver zeigen."

Unklar ist weiterhin, wie es mit der Reserve weitergeht. Fest steht derzeit nur, dass Mannschaftsleiter Roland Voigt mit Hochdruck an einer Zukunft der "Zweiten" arbeitet.

Vorwürfe sind haltlos

Unter der Woche musste sich der VfB Germania II zudem mit ernsten Anschuldigungen befassen. Es wabert das Gerücht durch die Landesliga, dass sich die Mannschaft bei der 0:2-Heimniederlage gegen Kellerkind Förderstedt hat "kaufen lassen". Trainer Karsten Armes bezog auf Volksstimme-Nachfrage klar Stellung. "Da ist definitiv nichts dran. Es ist kein Geld oder sonst etwas geflossen. Förderstedt war das bessere Team und wollte den Sieg unbedingt. Die Gäste sind aggressiv und zäh aufgetreten, haben auf dem doch etwas holprigen Ausweichplatz mit langen Bällen gearbeitet und die rustikale Art des Fußballs umgesetzt. Wir haben dagegen kein entsprechendes Mittel gefunden. Übrigens haben wir auch schon in der Hinrunde gegen diesen Gegner verloren, und da war nicht absehbar, wer am Ende der Saison wo stehen würde. Wir wehren uns vehement gegen solche Vorwürfe. Die Leute, die so etwas behaupten, sollen bitte den Mut aufbringen und uns direkt ansprechen."

Das kommende Wochenende ist spielfrei, danach warten mit Schönebeck und Bismark die letzten Gegner der Saison auf den VfB Germania II.

VfB Germania II: Guderitz - Buntschu, Piele, Rode, Köhler (71. Gerlach), Christian Madaus, Apelt (63. Mennecke), Probst, Schmidt, Rentz, Carsten Madaus;

Torfolge: 0:1 Denny Piele (47.), 1:1 Felix Sparing (62.); Schiedsrichter: Sebastian Sauer; Zuschauer: 83.