Vier Meistertitel haben die Nachwuchsjudokas vom VfB Germania Halberstadt bei den Landeseinzelmeisterschaften der Altersklassen U 17 und U 20 in Magdeburg gewonnen.

Halberstadt. Der VfB Germania Halberstadt entsandte am vergangenen Sonnabend acht Judokas in verschiedenen Altersklassen. Bei der Eröffnung gab es für sie schon die erste Überraschung, denn Kevin Jäger wurde für das Wettkampfjahr 2011 in den Landeskader berufen.

Jäger konnte dann auch gleich beweisen, dass er die Nominierung verdient hat. Er war der erste der acht Halberstädterin, der in das Wettkampfgeschehen eingriff. In überlegener Manier sicherte er sich den Landesmeistertitel Sachsen-Anhalts in der Altersklasse U 17.

Auch die einzige weibliche Starterin im VfB-Team, Lisa Marie Walz, erkämpfte sich den Meistertitel.

Ihre Vereinskameraden Alexander Kriesel, Eric Sieland und Paul Blenke konnten zwar in einigen Kämpfen überzeugen, kamen aber in der Endabrechnung nicht über den fünften oder siebten Platz hinaus. "Dies war eigentlich auch zu erwarten, denn alle Drei kämpfen im ersten Jahr in der Altersklasse U 17", stellte Germanias Cheftrainer Holger Henschel fest.

Für eine riesige Über- raschung sorgte Martin Schmidt. Ebenfalls im ersten Jahr in der neuen Altersklasse startend, kämpfte er sich bis in das Finale seiner Gewichtsklasse vor. Dass er dort unterlag und deshalb nur Vizelandesmeister wurde, ist kein Beinbruch. Schon allein das Erreichen des Finals war für ihn ein riesiger Erfolg.

Der dritte Meistertitel für den VfB Germania geht auf das Konto von Maximilian Cych, der sich den Titel in überragender Manier erkämpfte. Trotz einer Schulterverletzung ließ er in keinem seiner Kämpfe Zweifel am Sieg aufkommen und setzte sich mit großem Siegeswillen durch.

In der Altersklasse U 20 hatten die Halberstädter mit Felix Schlamm und Christopher Klischke zwei weitere Medaillenkandidaten am Start. Da Schlamm nur den Kampf um den Finaleinzug gegen einen Kader aus dem Landesleistungszentrum verlor, sicherte er sich den dritten Platz. Auch Klischke konnte sich bis ins Finale des Schwergewichts vorkämpfen. Dort stand er einem Gegner gegenüber, der 160 kg auf die Waage brachte. Er hatte im wahrsten Sinne des Wortes Schwerstarbeit zu leisten. "Als Christopher dann seinen Gegner mit einer tief eingedrehten Technik zu Fall brachte, bebte die Halle", freute sich Henschel über das Husarenstück seines Schützlings, der damit den vierten Titel für den VfB Germania holte.