Braunlage (rko/ige). Die Meisterrunde der Eishockey-Oberliga findet ohne die Harzer Wölfe statt. Im letzten Vorrundenspiel unterlagen die Harzer vor heimischer Kulisse den Hannover Braves mit 2:4 (0:0, 1:2, 1:2) und rutschten damit in der Abschlusstabelle hinter Hannover noch auf Platz vier ab. Doch auch ein Sieg hätte die Wölfe nicht mehr in die Endrunde befördert, da Konkurrent EHC Timmendorfer Strand gegen den Adendorfer EC drei Punkte holte.

Über 600 Zuschauer fanden zum Vorrunden-Abschluss den Weg ins Wurmbergstadion, und früh war sowohl den Besuchern auf den Rängen als auch beiden Teams klar, dass es nur noch um den dritten Platz ging. Das Spiel in Timmendorf hatte zwei Stunden eher begonnen, die Kunde vom 5:3-Sieg der Beach Boys machte schnell die Runde. Dennoch boten beide Mannschaften eine temporeiche Partie. die im ersten Drittel noch torlos blieb.

Im zweiten Abschnitt erspielten sich die Wölfe ein Übergewicht, fanden aber immer wieder in Braves-Keeper Jonas Langmann ihren Meister. Stattdessen nutzten die Hannoveraner ein Überzahlspiel zur Führung (27.). Die folgende Drangphase der Harzer belohnte Christian Schock mit dem Ausgleich (34.). Auch danach hatten die Wölfe leichte Vorteile, kaltschnäuziger im Abschluss zeigten sich jedoch die Gäste. Jeffrey Keller vollendete kurz vor Drittelende einen Konter zum 1:2.

Gleich zu Beginn der letzten 20 Minuten hatte Stefan Bilstein bei einem Alleingang das 2:2 auf dem Schläger, doch wieder parierte Langmann. Als Bilstein per Shorthander schließlich doch zum 2:2 traf (49.), hielt die Freude nicht lange. Die Wölfe hatten gerade das Unterzahlspiel überstanden, als Matt Cook die Braves wieder in Front schoss (51.). Nachdem ESC-Coach John Noob früh Torwart Mario D\'Antuono zugunsten eines weiteren Feldspielers getauscht hatte, machte Cook mit einem Treffer ins leere Tor den Auswärtssieg der Hannoveraner perfekt.

"Das Spiel in Timmendorf hat viel Kraft gekostet, auch im Kopf. Der Torwart der Braves hat stark gehalten, in den entscheidenden Situationen hat wie in Timmendorf auch das kleine bisschen Glück gefehlt", sagte nach dem Spiel John Noob. Bruce Keller, Trainer der Hannover Braves, war ob des Sieges natürlich zufrieden: "Der Unterschied war in meinen Augen heute der Torwart: Braunlages Torwart war gut, aber Jonas Langmann hat eine ganz starke Partie gezeigt. Insgesamt war das von beiden Mannschaften ein gutes und schnelles Spiel."

Harzer Wölfe: D\'Antuono (T. Bannach) - Öttl, Kähm, Hohaia, Eichler, Korkus, Pape - Schock, Whitehead, Pipp, Bippus, Deibert, Bilstein, Meridian, Schulz, Bauer, R. Bannach;

Torfolge: 0:1 Korlak (5-4/26:12), 1:1 Schock (33:16), 1:2 J. Keller (39:13), 2:2 Bilstein (4-5/48:58), 2:3 Cook (50:23), 2:4 Cook (ENG/58:03); Strafen: Harzer Wölfe 10 - Braves 6; Zuschauer: 629.