Halberstadt (fbo). Was für erstes Heimspiel 2011 für den VfB Germania! Zwar bot die Partie gegen den FSV Zwickau spielerisch nicht das beste Niveau, dafür lebte die Begegnung von der Spannung und den zahlreichen Höhepunkten. Dazu zählten auf jeden Fall die Fangesänge der rund 120 mitgereisten FSV-Fans. Die stoppten über die gesamte Spieldauer nur einmal: Das war in der 90.+1. Minute, als "ihr" Stürmer Steffen Kellig per Kopf ausglich und dauerte bis zur 90.+3. Minute, als Halberstadt in Unterzahl noch zum 2:1-Sieg kam. Die bis dato gut gelaunte Fangemeinde reagierte nunmehr hitzig, auch weil dies einige Akteure nach Abpfiff auf dem Rasen taten. Nicht ganz unbeteiligt daran war Germanias Auswechselspieler Gil da Rocha Nunes.

Aber schon zuvor hatte das Spiel viele unterhaltsame Begleiterscheinungen geboten. Da war Rot gegen Franz Fitkau und die folgende Einwechslung von Robert Gerber zur Absicherung der knappen Führung. Damit einher ging wiederum die Auswechlsung von Marcus Schwarzenberg, der lediglich fünf Minuten vorher eingewechselt wurde und buchstäblich nur mal in diese Partie reinschnuppern durfte. Und da war der Elfmeter für den VfB, den Florian Eggert zum sehr späten 2:1-Siegtreffer nutzte.

Das von den FSV-Fans gesungene "Ob im Zug oder Bus, jedes Spiel ein Muss" bekam nach Spielschluss noch eine eigene Bedeutung, als Zwickaus Trainer Quade klarmachte, dass sein Team bitteschön per Zug den Heimweg antreten solle.