Am Sonntag haben die Red Devils gegen den achtfachen Serienmeister und aktuellen Tabellenführer UHC Sparkasse Weißenfels im ersten Spiel der Bundesliga-Meisterrunde nur knapp mit 5:6 verloren. Beide Teams lieferten sich in der "Stadtfeld-Hölle" eine teuflisch heiße Partie.

Wernigerode (mvo/fbo). Verteidiger Ralf Lisiecki spielte eine sehr gute Partie. Er organisierte die Defensive, entfachte viel Offensivakzente und erzielte zwei wichtige Treffer für die Red Devils. "Doch aufgrund einer unnötigen Zeitstrafe wegen Stoßens wurde er auch ein wenig zum tragischen Helden", so zumindest das Fazit von Devils-Coach Peter Gahlert.

Zunächst ging der amtierende Deutsche Meister und aktuelle Tabellenführer durch einen Treffer von Reuna in Führung. Knapp vier Minuten später gelang Ralf Lisiecki mit einem platzierten Distanzschuss das 1:1. Danach hatten beide Teams hochkarätige Chancen, die Gäste wussten diese zunächst besser zu nutzen. Herlt und Gustavsson erhöhten auf 1:3. Knapp zwei Minuten nach Wiederanpfiff brachte Brückner für die Gäste den vierten Treffer im teuflischen Gehäuse unter. Doch die Red Devils gaben nicht auf und kämpften sich vor lautstarker Kulisse zurück. Juha-Pekka Kuittinen und erneut Ralf Lisiecki sorgten mit ihren Toren für den 3:4-Anschluss.

Im Schlußabschnitt lieferten sich beide Kontrahenten einen offenen Schlagabtausch mit unzähligen Chancen. Die teuflischen Hausherren setzten die Weißenfelser früh unter Druck. Weißenfels erhöhte zunächst durch Herlt, doch in Überzahl verkürzten die Red Devils durch Raiko Krüger zum 4:5. In dieser Phase hätte das Spiel kippen können, doch die erwähnte Zeitstrafe gegen Lisiecki - der einen gegnerischen Spieler mit einem ordentlichen Schubser über die Bande beförderte - brachte den Gästen im Überzahlspiel die erneute Führung ein. Dem eingewechselten Martin Schaberich gelang noch der vielumjubelte 5:6 Anschluss, doch Weißenfels brachte letztlich den knappen Vorsprung über die Zeit.

Torfolge: 0:1 Mikko Reuna, 1:1 Ralf Lisiecki, 1:2 Sascha Herlt, 1:3 Viktor Gustavsson, 1:4 Martin Brückner, 2:4 Juha-Pekka Kuittinen, 3:4 Ralf Lisiecki, 3:5 Sascha Herlt, 4:5 Raiko Krüger, 4:6 Viktor Gustavsson, 5:6 Martin Schaberich; Schiedsrichter: Radünz/Exner(Leipzig); Zuschauer: 253.