Halberstadt (fbo). Den Schlussakt des Oberliga-spiels gegen Zwickau wird Florian Eggert sicher für viele Jahre als Erinnerung behalten. Sein Elfmetertor in der Nachspielzeit brachte den so wichtigen Siegtreffer, um weiterhin im Kampf um den Aufstieg in die Regionalliga dabei zu bleiben. Zwar hatte Gästetorwart Wohlfeld die Ecke geahnt, wie schon bei allen anderen vier Strafstößen in dieser Saison war sein Schuss aber platziert. Für Eggert war es schon das siebte Saisontor, damit ist er zweitbester Schütze des VfB hinter Michael Preuß.

Eggert durchlief seit seinem Wechsel nach Halberstadt eine durchweg positive Entwicklung. Seit dieser Saison gehört er zu den "Alten", übernimmt immer mehr Verantwortung und zeigt viel Präsenz. Sicher hat das auch mit seiner neuen Funktion innerhalb des Teams zu tun. Als Mittelstümer, der er ja war, als er beim VfB begann, war er abhängig von Pässen. In dieser Saison funktionierte ihn Trainer Petersen um zum "Sechser". Noch eine Reihe weiter nach hinten ging es jetzt im Spiel gegen Zwickau, als der 24-Jährige neben Franz Fitkau als zweiter Innenverteidiger agierte. Dies tat er - wie schon zuvor im Mittelfeld - bemerkenswert gut. Seine neue Rolle kommentierte er so: "Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht." Für Petersen war Eggert gegen Zwickau einer der Besten: "Mit dem Tor hat er seine überragende Leistung gekrönt. In letzter Sekunde einen Elfmeter verwandeln - dafür braucht man schon Nerven wie Drahtseile."