Ilsenburg (fbo). Das West-Harzkreis-Derby hat Gastgeber FSV Grün-Weiß Ilsenburg mit 2:0 (2:0) gegen die Gäste vom SV Eintracht Osterwieck für sich entschieden.

Damit endete der Vergleich hochverdient für den FSV. Das Ilsederby im Eichholz fand auf schwer bespielbarem Grund statt. Das Vorspiel der Zweiten von Grün-Weiß wurde daher kurzfristig abgesagt.

Beide Treffer fielen relativ früh: zunächst vollendete Andreas Kremling (der kurz vor der Halbzeit verletzt ausscheiden musste) eine mustergültige Kombination über Marcel Reuß und Tommy Berndt (6.), dann köpfte Erik Leßmann einen Bräunel-Freistoß in die lange Ecke (18.). Mit gesunder Aggressivität und hoher Laufbereitschaft dominierten die Grün-Weißen die erste halbe Stunde, ließen die Gäste überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Bis zur Pause war dann Durchatmen angesagt, die Eintracht dadurch besser im Spiel.

Auch im zweiten Abschnitt bemühten sich die Gäste bis zum Schlußpfiff, echte Gefahr kam für Mario Hage im FSV-Gehäuse allerdings kaum auf. Lewi (67.) und Seubert (73.) scheiterten. Auf der Gegenseite muss sich die Heindorf-Elf den Vorwurf gefallen lassen, die Partie bei einer Vielzahl von Chancen nicht deutlicher entschieden zu haben. Tommy Berndt (48., 69., 84.) konnte den glänzend reagierenden Sascha Pohl nicht bezwingen, Marcel Reuß fehlte die Abgeklärtheit bei seinen Hochkarätern (41., 56., 71., 79.), auch Erik (58.) und Tino Leßmann (74.) haben sich die zählbaren Erfolge wahrscheinlich für die nächsten Spiele aufgespart.

Enttäuschend: nur 77 Zuschauer sahen diese intensiven 90 Derby-Minuten.

Grün-Weiß Ilsenburg: Hage - Eggert, John, am Ende, Treziak, Hentschel, Bräunel (62. Hilcke), Kremling (45. T. Leßmann), Reuß, Berndt, E. Leßmann (89. Dreher);

Eintracht Osterwieck: Pohl - Rösner, Perle, Hauch, Tomczak (56. Erdmann), Tantius, Huchel (64. Deicke), Seubert, Stingl, Schmidt, Grosshennig (64. Lewi);

Torfolge: 1:0 Andreas Kremling (6.), 2:0 Erik Leßmann (18.); Zuschauer: 77; Schiedsrichter: Nick Kahlert (Schlanstedt).