Der SV Olympia Schlanstedt strebt in der Fußball-Harz-oberliga unaufhaltsam dem Kreismeistertitel entgegen. Mit einem 2:0-Sieg im Topspiel beim bisherigen Tabellendritten Fortuna Halberstadt und dem Punktverlust des ärgsten Verfolgers SV Veckenstedt im Nachbarschaftsduell gegen den TSV Wasserleben hat der Spitzenreiter seinen Vorsprung auf elf Punkte ausgebaut.

Fortuna Halberstadt -

Olympia Schlanstedt0:2 (0:0)

Das Topspiel begann mit einer Großchance für den favorisierten Spitzenreiter, Fortuna-Keeper Dennis Neitzel parierte hervorragend und den Nachschuss lenkte Marco Radau über die Latte (5.). In der zwölften Minute jubelten die Fortunen, aber Referee Danilo Schrader gab den Treffer nicht. Noch in der gleichen Minute verfehlte Ronny Peine das Tor der Gäste mit einem Freistoß knapp. Auch Torsten Steffens konnte die Einheimischen bei zwei guten Chancen nicht in Führung bringen, beide Male parierte Gästekeeper Christian Stosch. In der Zwischenzeit hatte Schlanstedts Christopher Stickel knapp über\'s Tor geschossen (26.). Nach Wieder- anpfiff erwischten die Gäste einen Traumstart. Zwar konnte Dennis Neitzel einen Freistoß an die Latte lenken, aber Patrick Schrader traf per Abstauber zum 0:1. Der gleiche Spieler avancierte in der 58. Minute mit seinem zweiten Treffer zum Matchwinner. Die Fortunen hatten durch zwei Freistöße von Ronny Peine (50,, 75.) und Tobias Beck (81.) gute Möglichkeiten zum Anschlusstreffer, der Schlanstedter Sieg geriet aber nicht in Gefahr.

Torfolge: 0:1, 0:2 Patrick Schrader (46., 60.); Schiedsrichter: Danilo Schrader (Hasselfelde).

SV Fortschritt Veckenstedt -

TSV 09 Wasserleben2:2 (0:1)

Die tolle Kulisse von über 300 Zuschauern verdeutlichte bereits vor dem Anpfiff die Brisanz dieses Duells. In einer von Spannung und großem Einsatz (12 Gelbe Karten) geprägten Partie, blieb das spielerische Moment oft auf der Strecke. Trauriger Höhepunkt war der doppelte Nasenbruch von Veckenstedts Christoph Zwensner (14.), der von seinen Mitspielern auf diesem Weg beste Genesungswünsche erhält. Dieser Ausfall und das Fehlen einiger Stammkräfte war der Heimelf deutlich anzumerken. Torchancen blieben im ersten Abschnitt Mangelware, Stefan Hasenbalgs Schuss blieb eine Ausnahme. Die Wasserleber hatten durch Fengler, Bröder und Festerling gute Chancen, ein Abstaubertor von Michael Theunert nach Bröder-Freistoß führte zum 0:1. Nach Wiederanpfiff war Veckenstedt zwar spielbestimmend, tat sich aber gegen die robuste Spielweise der Gäste schwer. Tino Laue und Dominik Kilian hatten zwei gute Chancen, auf der anderen Seite konterte Wasserleben gefährlich. Zwei Traumtore von Christian Sulkowski und Thomas Hoffmeister, deren Schüsse jeweils im Winkel einschlugen, schienen das Blatt zu Gunsten der Heimelf zu wenden. Doch Benjamin Bröder sicherte Wasserleben zehn Minuten vor Ende den verdienten Punktgewinn.

Torfolge: 0:1 Michael Theunert (22.), 1:1 Christian Sulkowski (72.), 2:1 Thomas Hoffmeister (74.), 2:2 Benjamin Bröder (80.); Schiedsrichter: Lutz Siebert (Quedlinburg).

Blau-Weiß Hausneindorf -

Hessener SV 19283:0 (2:0)

Die abstiegsbedrohten Hessener spielten im Aufsteigerduell mutig auf, den ersten Torschrei hatte aber der Gastgeber auf den Lippen. Der Treffer von Sebastian Wolf wurde aber wegen Abseits nicht anerkannt (8.). Nachdem Sebastian Wolf im zweiten Versuch an Gästekeeper Andreas Sackmann scheiterte, brachte er seine Farben im dritten Anlauf nach Flanke von Immo Wolf in Führung. Nur zwei Minuten später verhinderte erneut Sackmann bei einem Ballhausen-Freistoß das 2:0. Im weiteren Spielverlauf ließ Hausneindorf einige haarsträubende Fehler der Gästeabwehr ungenutzt. Kurz vor der Pause verlängerte Hessens Thomas Mock einen Einwurf von Sebastian Wolf ins eigene Tor. Nach dem Wechsel waren die Gäste weiter bemüht, blieben aber ohne Zug zum Tor. Hausneindorf spielte mit, gefährlichw Torchancen waren aber Mangelware. Nach einem Foul von Enrico Stürzebecher an Christoph Ballhausen zeigte der Schiri auf den Punkt, Matthias Heitmann verwandelte den fälligen Elfmeter zum entscheidenden 3:0. Die einzige Chance der Gäste im Spiel vergab Sven Vollmer, der das Leder frei vor dem Tor über die Querlatte jagte (75.).

Torfolge: 1:0 Sebastian Wolf (25.), 2:0 Thomas Mock (43. Eigentor), 3:0 Matthias Heitmann (64. FE); Schiedsrichter: Uwe Wille (Dingelstedt).

Einheit Wernigerode II -

TuS Elbingerode1:3 (1:1)

In einer Partie zweier ebenbürtiger Mannschaften brachte Routinier Robin Sonntag die Hasseröder mit einer schönen Einzelleistung in Führung. Die Antwort der Gäste folgte noch vor der Pause, Jens Wunderlich verwandelte einen umstrittenen Foulelfmeter zum 1:1. Nach Wiederanpfiff leisteten sich die Einheit-Abwehr eine folgenschwere Unstimmigkeit, die von Martin Jung resolut bestraft wurde. Die Platzherren drängten nun auf den Ausgleich, doch Benjamin Lindemann (2) und Christopher Seil ließen gute Möglichkeiten aus. Eine Unstimmigkeit zwischen Keeper Kevin Wellhausen und Libero Tino Kunze besiegelte schließlich die Niederlage der Einheit-Reserve, erneut war Martin Jung der Nutznießer. Zwar versuchte die Heimelf bis zur letzten Minute, das Spiel noch zu kippen, die Elbingeröder ließen sich den Vorsprung aber nicht mehr aus der Hand nehmen.

Torfolge: 1:0 Robin Sonntag (13.), 1:1 Jens Wunderlich (32.. FE), 1:2, 1:3 Martin Jung (56., 65.); Schiedsrichter: Detlef Schneider (Friedrichsbrunn).

SG Dankerode -

TSV Zilly 19111:1 (0:0)

Dankerode begann sehr konzentriert und setzte den Gegner sofort unter Druck, der TSV Zilly stand tief in der eigenen Hälfte und lauerte auf Konter. Über die Flügel erspielte sich die Heimelf gute Tormöglichkeiten, doch Kopfbälle von Steven Krebs, Thomas Born und Nils Buchmann verfehlten knapp ihr Ziel oder wurden eine Beute des guten TSV-Keepers Florian Feja. Auch bei Schüssen von Krebs, Born und Matthias Beier haperte es an der nötigen Präzision. Im zweiten Spielabschnitt das gleiche Bild. Dankerode gestaltete das Spiel und Zilly verteidigte mit Mann und Maus. Bei einem Kopfballtreffer von Stefan Kaiser, der aus unerklärlichen Gründen nicht anerkannt wurde, fehlte der SG auch das Glück. Nachdem die Platzherren auch in der Folge eine Vielzahl guter Chancen ausließen (Rennecke, Böttger, Döllne, Krebs, Beier, Müller) wurde der Sturmlauf doch noch belohnt. Nach Freistoß von Beier köpfte Steven Krebs das Leder in der zweiten Nachspielminute zum längst fälligen 1:0 ein. Nur eine Minute später spielte SG-Keeper Seifert einen Abschlag genau in die Füße von Lars Bäthge. Zwar konnte der Dankeröder Torhüter dessen Schuss parieren, doch im Nachsetzen traf Gert Becker zum 1:1 und stellte damit den Spielverlauf auf dem Kopf.

Torfolge: 1:0 Steven Krebs (90.+2), 1:1 Gert Becker (90.+4); Schiedsrichter: Uwe Hübner (Wernigerode).

SV Darlingerode/Drübeck -

Grün-Weiß Rieder3:1 (2:0)

In einem hart umkämpften Spiel hatten die Gastgeber in der ersten Halbzeit leichte Feldvorteile, Torjäger Franz Lüderitz hatte nach Junker-Zuspiel die erste große Chance (18.). Nur vier Minuten später vergaben auch die Gäste freistehend, Darlingerodes Keeper parierte. Kapitän Thomas Gelhaar brachte die Heimelf nach einer Lüderitz-Flanke in der 37. Minuten mit einem Schuss ins lange Ecke schließlich in Führung. Fast mit dem Pausenpfiff erhöhten die Hausherren durch eine Direkt- abnahme von Junker zum vorentscheidenden 2:0. Auch nach Wiederanpfiff spielten die Platzherren weiter druckvoll, Lüderitz verpasste mit einem Kopfball nach einer Rehse-Flanke die Entscheidung (65.). Stattdessen nutzte Rieder eine fehlende Zuordnung in der Darlingeröder Abwehr und schöpfte mit dem Anschlusstreffer wieder Hoffnung. Die Grün-Weißen warfen danach alles nach vorn, aber Michael Hartmann verhinderte per Kopf auf der Linie den Ausgleich (89.). Im Gegenzug konnte ein Konter der Hausherren nur per Foul gestoppt werden, Christoph Pinta versenkte den daraus resultierenden Freistoß zum 3:1-Endstand.

Torfolge: 1:0 Thomas Gelhaar (37), 2:0 Junker (45), 2:1 Jan Fröhlich (74), 3:1 Christoph Pinta (90.+2); Schiedsrichter: Tim Heyer (Halberstadt).

Grün-Weiß Hasselfelde -

Grün-Gelb Ströbeck1:1 (0:0)

Unterschiedlicher konnten die Gemütslagen auf beiden Seiten nach Schlusspfiff kaum sein: Während Ströbeck den Punktgewinn als Sieg bewerten kann, können die Hausherren diesen aufgrund des Spielverlaufes nicht so wirklich als Gewinn betrachten. Die Hasselfelder bestimmten das Spiel, versäumten es jedoch, ihre Überlegenheit in Zählbares umzumünzen. So scheiterten in den ersten 45 Minuten der Reihe nach Posselt, Teege, Lachmund, Eilenberger und Rißmann in aussichtsreichen Positionen entweder am Gästekeeper oder am Aluminium. Zu Beginn der zweiten Hälfte das gleiche Bild - Teeges "Knaller" 20 Sekunden nach Wiederbeginn landete am Pfosten. Die Führung der Hausherren schien eine Frage der Zeit, bis ein Kontertreffer von Thomas Wohlleben den Spielverlauf auf den Kopf stellte. Hasselfelde verlor danach ein wenig den Faden und hatte in der 68. Minute Glück, dass der Referee nach einem durchaus elfmeterwürdigen Foul an Eheleben nicht zum Punkt schritt. Nun besannen sich die Oberharzer wieder ihrer Stärken und nach einer Riesenchance für Rittweger erlöste Teege die Heimelf mit dem 1:1.

Torfolge: 1:0 Thomas Wohlleben (58.), 1:1 Sebastian Teege (76.); Schiedsrichter: Norbert Michael (Rodersdorf); bes. Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte gegen Matthias Eheleben (Ströbeck/78.).

Germ. Groß Quenstedt -

SV Langenstein1:0 (0:0)

Die große Bedeutung dieser Partie für den Abstiegskampf war beiden Mannschaften deutlich anzusehen, statt einem fußballerischem Leckerbissen bekamen die Zuschauer viel Kampf geboten. Beide Teams zeigten sich nach den jüngsten Niederlagen stark verunsichert und wollten nach langer Spielpause unbedingt einen Sieg einfahren. Das Geschehen spielte sich weitestgehend zwischen beiden Strafräumen ab, Torchancen blieben absolute Mangelware. Die beste Gelegenheit der ersten Halbzeit hatte Gästestürmer Andy Pförtner mit einem Pfostentreffer, der Nachschuss ging über das Groß Quenstedter Gehäuse. Auch nach Wiederanpfiff wurde das Spiel kaum besser, Mittelfeldgeplänkel bestimmte weiter die Szenerie. Die Gastgeber hatten zwar leichte Feldvorteile, doch Langenstein hielt mit seiner harten Gangart dagegen. Als der einschussbereite Marko Stibane im Strafraum gefoult wurde, versenkte David Olschewski den fälligen Elfmeter zur Führung. Kurz darauf hätte erneut Stibane alles klar machen können, er blieb aber bei einem tollen Solo am holprigen Rasen hängen. In der Schlussphase warf der SV Langenstein alles nach vorn, doch die TSV-Abwehr hielt dem Druck stand.

Tor: 1:0 David Olschewski (66. FE); Schiedsrichterin: Viola Tietz (Heudeber).

Bilder