Halberstadt. Wenn es läuft, dann läuft es. So kann derzeit die Situation von Fußball-Oberligist VfB Germania Halberstadt kurz und knapp zusammengefasst werden. Mehr als sieben Monate ist es her, als die Halberstädter am 8. August ihre erste und einzige Niederlage dieser Spielzeit kassierten. Langsam nimmt die erfolgreiche Serie beinahe "bedrohliche" Züge an. Aber auch im Spiel gegen den Tabellenzweiten Bautzen investierte der Gastgeber mehr und siegte daher verdient. Die klareren Torchancen hatte die Mannschaft von Andreas Petersen. Dieser zeigte sich bei der Pressekonferenz erneut mächtig stolz auf sein Team: "Mit Bautzen hat sich ja nun auch nicht irgendein Fallobst bei uns vorgestellt."

Wieder einmal verdeutlicht, dass er eine der ganz wichtigen Säulen im Team ist, hat Innenverteidiger Florian Eggert, der schon zum achten Mal in dieser Saison nach einem Tor jubeln durfte. Sein Tor beschrieb er so: "Nach dem Freistoß von Jan Mutschler wurde es unübersichtlich im Bautzener Strafraum - speziell im Fünfer, denn erst war Torsten Marx oder Fait Banser per Kopf am Ball, danach kam Roy Blankenburg unter Bedrängnis nicht mehr ran. Ich hab schließlich einfach den Fuß gegengehalten und das Leder über die Linie gewürgt. Da ich ja nur einen Meter vor der gegnerischen Torlinie stand, kann ich definitiv sagen, dass der Ball drin war."

In der zweiten Halbzeit kam der VfB, bei dem nach seiner Knöchel-Verletzung erstmals wieder Philipp Peters mitwirkte, nicht mehr zu ganz klaren Torchancen. Für Unterhaltung sorgte aber immer wieder Budissen-Trainer Thomas Hoßmang, der sein Team lautstark kritisierte: Kokolores und Zirkus waren nur zwei seiner angewandten Begrifflichkeiten.

Positiv: Bei der Germania scheint sich ein ansteigender Zuschauertrend einzustellen. 700 waren diesmal dabei.