Halberstadt. Germania Halberstadt entwickelt sich in der Fußball-Oberliga immer mehr zum Maß aller Dinge. Das 2:0 gegen den FSV 63 Luckenwalde war nicht berauschend, aber eben effektiv. Am Ende einer Saison kommt es allein darauf an. Und die Rekorde purzeln immer weiter. 16 Siege in dieser Liga, davon neun Partien zu Null, das schaffte der VfB Germania noch nie. Die Serie von inzwischen 22 Begegnungen ohne Niederlage ist in aller Munde. Lediglich die über 60 geschossenen Tore aus der starken Saison 2005/06 bleibt noch eine zu knackende Marke.

In der aktuellen Verfassung ist die Petersen-Elf schnurstracks auf dem Weg in die Regionalliga. Das Team hat fast alles, was Gewinner auszeichnet: eine Siegermentalität, eine relativ hohe Effektivität beim Abschluss, eine gewisse Kaltschnäuzigkeit und das notwendige Glück, das sich allerdings hart erarbeitet wurde.

Ingo Nachtigall, Trainer des FSV Luckenwalde, geizte bei der Pressekonferenz auch nicht mit Lob für den Gegner: "Ich hatte es bereits nach dem Hinspiel in Luckenwalde gesagt: Halberstadt macht für mich den kompaktesten und reifesten Eindruck. Daher bin ich überzeugt, dass die Mannschaft am Ende das Rennen im Kampf um den Aufstieg machen wird."

Andreas Petersen freute sich über die wieder gestiegene Akzeptanz beim heimischen Publikum, gegen Luckenwalde waren über 500 Zuschauer ins Friedensstadion gekommen. "Es freut uns, wenn so viele Fußballfans den Weg ins Stadion finden. Auf dem Weg zur Meisterschaft ist die Unterstützung des zwölften Mannes aber auch unbedingt notwendig, erst recht, da das Team beim aktuellen Spielrhythmus an seine Grenzen stößt", so der Cheftrainer. Schon morgen um 17.30 Uhr geht es mit dem Heimspiel gegen den FCM II für die Germania weiter.

Alexander Kopp, der sein zweites Saisontor markierte, zog folgendes Fazit: "Es war das erwartet schwere Spiel, das am Ende das körperlich robustere Team gewonnen hat." Sein Ausblick für das FCM-Spiel: "Magdeburg hat nichts zu verlieren, das wird erneut ein hartes Stück Arbeit für uns!"