Der Vorsprung des Spitzenreiters SV Olympia Schlanstedt in der Fußball-Harzoberliga wächst weiter an, Verfolger SV Veckenstedt ließ erneut Federn. Im Abstiegskampf hat neben der SG Dankerode auch der SV Langenstein den Anschluss zum "rettenden Ufer" wieder hergestellt.

TuS Elbingerode -

Olympia Schlanstedt2:5 (2:3)

Die 62 Zuschauer sahen in der Anfangsviertelstunde eine gut aufspielende Elbingeröder Mannschaft, der Führungstreffer von Christoph Schütt nach einer Unstimmigkeit in der Schlanstedter Abwehr fiel durchaus verdient. Danach spielte der Spitzenreiter deutlich druckvoller und kam bereits nach 17 Minuten durch einen verwandelten Foulelfmeter von Stefan Krull zum Ausgleich. Die Schlanstedter blieben am Drücker und erspielten sich mehrere gute Torchancen, erneut Krull und Sebastian Stosch schossen eine vorentscheidende 3:1-Führung heraus. Kurz vor der Pause schöpften die Elbingeröder wieder Hoffnung, als Mateusz Rogacki auf 2:3 verkürzte. Nach Wiederanpfiff verflachte die Partie. Die Elbingeröder waren zwar um den Ausgleich bemüht, doch der Tabellenführer verwaltete den Vorsprung clever und legte in den entscheidenden Phasen der Partie zwei weitere Treffer nach. Ein Dank richten die Elbingeröder auf diesem Weg an die Vereinsführung des SV Olympia für die Beleidsbekundung für den tödlich verunglückten TuS-Spieler Andreas Kühnold.

Torfolge: 1:0 Christoph Schütt 86.), 1:1, 1:2 Stefan Krull (17. FE, 27.), 1:3 Sebastian Stosch (39.), 2:3 Mateusz Rogacki (44.), 2:4 Nicky Dalibor (67.), 2:5 Sebastian Stosch (84.); Schiedsricherin: Meike Scholze (Derenburg).

Hessener SV -

Fortschritt Veckenstedt1:1 (0:1)

Durch ein spätes Gegentor büßten die Veckenstedter zwei weitere Punkte auf den Spitzenreiter Olympia Schlanstedt ein. Dabei hatten die Lauf-Elf einen Start nach Maß erwischt, Christoph Zwenzner nutzte die erste Chance zur Führung. Danach kontrollierte der Tabellenzweite das Geschehen, ohne sich dabei jedoch hochkarätige Chancen herauszuspielen. Hessen blieb im ersten Spielabschnitt ohne jeglich Möglichkeit. Dies änderte sich in der zweiten Halbzeit grundlegend, obwohl Denny Laue nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff die Entscheidung auf dem Fuß hatte. Hessens Keeper Andreas Sackmann parierte den Schuss des Veckenstedter Torjägers und setzte damit ein Signal für seine Vorderleute. Fortan bekamen die Gastgeber das Spiel immer besser in den Griff und erspielten sich mehrere gute Chancen. Tim Wehnert vertendelte in aussichstreicher Position (55.), sieben Minuten später scheiterte der gleiche Spieler mit einem 20 m-Schuss an Gästekeeper Christian Bote. Danach trafen Gordon Heising (71.) und Sven Brunkhorst (77.) mit Freistößen nur die Latte bzw. Pfosten, beim zweiten Aluminiumtreffer setzte Robert Kleinert den Nachschuss vorbei. Fast im Gegenzug verpasste erneut Denny Laue freistehend die Entscheidung. Die Strafe hierfür folgte in der Schlussminute, als Danny Bollmann nach einem Eckball aus dem Gewühl heraus seinen Mitspieler Michael Klaus anschoss und das Leder zum 1:1 im Veckenstedter Netz landete.

Torfolge: 0:1 Christoph Zwenzner (4.), 1:1 Michael Klaus (90. ET); Schiedsrichter: Norbert Michael (Rodersdorf).

Germania Groß Quenstedt -

SV Darlinger./Drüb.2:0 (1:0)

Der Gastgeber übernahm gegen ersatzgeschwächte Darlingeröderer sofort die Initiative, Roland Hiersemann und Dominik Habermann, der nur den Innenpfosten traf, vergaben die ersten guten Möglichkeiten. In der 33. Minute machte es Habermann genauer und verwandelte einen Freistoß aus 20 Metern zur 1:0-Führung. Die Darlingeröder Angriffsbemühungen wurden von der starken TSV-Abwehr zunichte gemacht, folgerichtig dominierte der Gastgeber auch in der Folge das Geschehen. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich an den Kräfteverhältnissen nichts, der TSV-Germania spielte druckvoll, münzte die optische Überlegenheit aber nicht in Tore um. Es dauerte bis zur 61. Minute, ehe die Groß Quenstedter Fans den wichtigen Treffer zum 2:0 bejubeln konnten. Marcel Miska traf nur eine Minute nach seiner Einwechslung zur Entscheidung. In der Folgezeit ließ der TSV weitere gute Chancen ungenutzt, dies schien sich in der 77. Minute zu rächen. Nach einem Foul von Jörg Kappe im Strafraum entschied der gute Referee Kawitzke auf Elfmeter, doch den fälligen Strafstoß von Daniel Gülzow parierte Tobias Genso hervorragend (77.). Kurz vor Ende der Partie vergab Patrick Müller noch eine hochkarätige Chance zum dritten Tor.

Torfolge: 1:0 Dominik Habermann (33.), 2:0 Marcel Miska (61.); Schiedsrichter: David Kawitzke (Rhoden).

TSV Zilly 1911 -

Fortuna Halberstadt1:1 (1:0)

Die Zillyer zeigten sich von der herben 6:0-Packung in Darlingerode gut erholt, bestimmten in der ersten Halbzeit über weite Strecken das Geschehen. Verdienter Lohn war der Führungstreffer in der 20. Minute, David Bomeier brauchte das Leder nach Querpass von Gert Becker nur noch einzuschieben. Auch danach hatte der TSV etwas mehr vom Spiel, Chancen blieben aber auf beiden Seiten Mangelware. Dies änderte sich auch mit Beginn der zweiten Halbzeit kaum, allerdings hinterließ Fortuna Halberstadt nun einen stärkeren Eindruck und gestaltete die Partie ausgeglichen. Konnte Zillys Keeper Florian Feja einen platzierten Fernschuss noch toll parieren, so war er beim Tor von Christian Krebs chancenlos. Aus dem Gewühl heraus fand der Ball die Lücke durch "Freund und Feind" und landete zum letztlich verdienten 1:1 im Zillyer Kasten. Ein Sonderlob verdienten sich das Schiedsrichtergespann um Alexander Schulz, das eine tadellose Leistung ablieferte.

Torfolge: 1:0 David Bomeier (20.), 1:1 Christian Krebs (72.); Schiedsrichter: Alexander Schulz (Thale).

TSV 09 Wasserleben -

B-W Hausneindorf0:2 (0:0)

Die Hausneindorfer begannen trotz einer guten Chance von Matthias Heitmann (5.) etwas zurückhaltend, der TSV Wasserleben erarbeitete sich in der ersten halbzeit leichte Feld- und Chancenvorteile.Benjamin Bröder und Christian Fengler vergaben die ersten guten Möglichkeiten für die Heimelf, ein Schuss von Fabian Bollmann wurde knapp neben das Tor abgefälscht (30.). Die Hausneindorfer Abwehr präsentierte sich auch unter Druck sattelfest und ließ nur wenige Chancen zu. Auf der anderen Seite hatte Weiß mit einem Freistoß eine gute Chance zur Gästeführung. Kurz nach Wiederanpfiff wurde René Adelberg bei einem Sololauf nicht energisch gestört und vollenddete aus acht Metern zum 0:1. Die Wasserleber hätten postwendend ausgleichen können, doch ein 35-m-Freistoß von Unterberg lenkte Gästekeeper Daniel Tenzer an die Latte. Nur zwei Minuten später fiel die Entscheidung, nach tollem Pass vollendete Matthias Heitmann mit schönem Heber zum 0:2. Hausneindorf vergab danach durch Weigel, Heitmann und Wolf hochkarätige Konterchancen, auch die Schlussoffensive der Wasserleber in Überzahl (Gelb-Rot gegen Weigel/77.) blieb erfolglos.

Torfolge: 0:1 René Adelberg (52.), 0.2 Matthias Heitmann (62.); Schiedsrichter: Ulrich Leichsenring (Beierstedt).

Grün-Gelb Ströbeck -

Grün-Weiß Rieder0:2 (0:1)

In einer Partie auf schwachem Niveau bekamen die Zuschauer im Sandkuhlenstadion nur wenige Höhepunkte geboten. Bis zum Führungstreffer der Gäste nach 35 Minuten durch Jan Fröhlich waren die Ströbecker das spielbestimmende Team. Hochkarätige Tormöglichkeiten blieben jedoch auf beiden Seiten Mangelware. Die Gäste aus Rieder versuchten überwiegend mit langen Bällen zum Erfolg zu kommen., doch Ströbecks Abwehr stand zunächst sicher. Der Gegentreffer hinterließ bei den Einheimischen deutliche Spuren, fortan lief bei den Ströbeckern nichts mehr zusammen. Auch nach der Pause das gleiche Bild: Rieder schlug die Bälle weit nach vorn, ansonsten spielte sich das Geschehen hauptsächlich zwischen beiden Strafräumen ab. Die Entscheidung fiel eine Viertelstunde vor Schluss, Lars Braunsdorf erhöhte für die Riederaner auf 0:2. Sieben Minuten vor Schluss keimte Hoffnung bei den Ströbecker Fans auf, als der sehr gute Schiedsrichter Uwe Hübner nach einem Handspiel auf Elfmeter entschied. Doch Martin Panterodt konnte den Strafstoß nicht verwandeln. Torhüter Hoffmann fischte den schwach getretenen Ball aus der rechten Torwartecke und sicherte seiner Elf endgültig den Sieg.

Torfolge: 0:1 Jan Fröhlich (35.), 0.2 Lars Braunsdorf (75.); Schiedsrichter: Uwe Hübner (Wernigerode).

SV Langenstein -

G-W Hasselfelde4:1 (2:0)

Der SV Langenstein bleibt in der Erfolgsspur und kämpfte sich durch den Sieg gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf bis auf drei Punkte an das "rettende Ufer" heran. Die Schwarz-Weißen trumpften in dieser wichtigen Partie mit ihrer besten Saisonleistung auf und besiegten die Hasselfelder letztlich auch in dieser Höhe verdient. Bereits nach acht Minuten schoss Sebastian Festerling die Heimelf in Front, der gleiche Spieler erhöhte noch vor der Pause mit einem Kopfballtreffer. Nach Wiederanpfiff avancierte Sebastian Festerling mit einem Traumtor zum 3:0 endgültig zum Matchwinner, als er das Leder nach einem langen Abschlag seines Torhüters Stephan Dannhauer volley in die Maschen schoss. Die Gäste schöpften zwar durch einen verwandelten Foulelfmeter von Sebastian Teege noch einmal kurzzeitig Hoffnung, doch Marcel Hupe beseitigte mit seinem Treffer zum 4:1-Endstand fünf Minuten vor dem Abpfiff die letzten Zweifel am hochverdienten Langensteiner Sieg.

Torfolge: 1:0, 2:0, 3:0 Sebastian Festerling (18., 38., 68.), 3:1 Sebastian Tege (70. FE), 4:1 Marcel Hupe (85.); Schiedsrichter: Björn Zehnpfund (Rieder).

SG Dankerode -

Einheit Wernigerode II 3:1 (2:1)

Die SG Dankerode ging hochmotiviert in dieses Spiel, ein schneller Treffer von Stephan Werther wurde wegen Abseits aber nicht anerkannt. Nachdem Steven Krebs knapp scheiterte, traf er im zweiten Anlauf nach Buchmann-Zuspiel zur verdienten Führung. Bereits fünf Minuten später erhöhte David Rennecke nach einem Eckball per Abstauber auf 2:0. Dieser Treffer sorgte aber nicht für Ruhe beim Heimteam, ein Elfmeter nach Foul an Phillip Zablinski brachte die Gäste wieder zurück ins Spiel. Nach der Pause drängte Dankerode auf die Entscheidung, erneut war es ein Eckball, der zum entscheidenden dritten Treffer führte. René Döllner stand nach zu kurzer Abwehr goldrichtig. In der Schlussphase ließ die Heimelf weitere gute Chancen ungenutzt, Gästekeeper Schulze sah nach einer Notbremse die Rote Karte.

Torfolge: 1:0 Steven Krebs (28.), 2:0 David Rennecke (33.), 2:1 Maik Felgenhauer (41. FE), 3:1 René Döllner (61.); Schiedsrichter: Tim Heyer (Halberstadt).