Die Freude über den 4:2-Sieg im Erzgebirge fiel bei Fußball-Oberligist diesmal verhaltener aus. Grund waren die zwei Verletzungen bei Torsten Marx und Philipp Peters. Zudem war das Team nach der Hinfahrt-Odyssee müde und geschafft.

Halberstadt. Bei Torsten Marx haben sich gestern die Vorzeichen verdichtet, dass es sich bei seiner Verletzung um einen erneuten Kreuzbandriss handelt. Bereits nach elf Minuten musste Marx in Aue ausgewechselt werden. Schon in der vergangenen Spielserie erlitt Marx, der zuletzt immer wieder Dreh- und Angelpunkt im Halberstädter Angriffsspiel war, einen Riss des vorderen Kreuzbandes, da allerdings im anderen Bein.

Auch der für ihn eingewechselte Philipp Peters spielte die Begegnung nicht zu Ende. Er blieb nach einer Verletzung vor der Halbzeit in der Kabine. Gestern stellte sich heraus, dass bei ihm zumindest nichts gerisen ist. Er hat einen Erguss im Sprunggelenk. "Wir rechnen mit einer Woche Pause", meinte sein Trainer Andreas Petersen. Wieder mit im Training ist seit gestern Horst Rau nach seinem Außenbandriss.

So bleibt trotz Auswärtserfolg und dem Ausbau der Tabellenführung ein bitterer Beigeschmack. Die "Helden von Aue" waren nach Abpfiff nicht nur körperlich fertig. Auch mental haben die vergangenen Wochen Spuren hinterlassen. Feierte die Mannschaft den Sieg in Auerbach vor wenigen Wochen noch ausgelassen auf der Heimfahrt im Bus, fiel diese Zeremonie diesmal deutlich bescheidener aus. Viele nutzten den Rückweg nach Halberstadt zum Erholungsschlaf.

Jetzt ist aber erst einmal Regeneration für alle angesagt. Noch bis Donnerstag wird trainiert, danach haben Spieler und Trainer bis einschließlich Ostermontag frei. "Die Jungs sind extrem müde, physisch wie psychisch, daher brauchen sie nun unbedingt Ruhe. Was das Team bisher geleistet hat, verdient großen Respekt", so Petersen.