Eine unglückliche Niederlage haben die American Footballer der Wernigerode Mountain Tigers im Auftaktspiel der Regionalliga hinnehmen müssen. Der Aufsteiger unterlag den Neubrandenburg Tollense Sharks auf heimischem Rasen im Sportzentrum Gießerweg mit 24:26.

Wernigerode (jmo/ige). Nach dem Testspielsieg in Magdeburg hatten sich die Bergtiger große Ziele gesteckt, doch von Beginn an lief alles anders. Mit dem ersten Spielzug von der eigenen 20 Yard-Linie übergaben die Harzer bereits das Angriffsrecht per Fumble an die Tollense Sharks. Die Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern nahmen dieses Geschenk dankend an und vollendeten per Touchdown zur 6:0-Führung. Von diesem Zeitpunkt an mussten die Mountain Tigers einem Rückstand hinterherlaufen. Verbissen kämpften beide Mannschaften um jeden Yard, die Spannung hielt bis zur letzten Sekunde.

Die Sharks suchten ihr Heil in langen Pässen, die oft nicht das Ziel fanden, in den entscheidenden Situationen aber für die nötigen Punkte sorgten. Die Tigers machten mit ihrem Laufspiel viel Boden gut und kämpften sich durch Punkte von Maximilian Steuer, Andreas Kopytziok und Andreas Janko immer wieder heran. Am Ende fehlte den Bergtigern ein Field Goal zum Sieg, in Anbetracht dreier vergebener Chancen war die Niederlage besonders bitter.

Bei bestem Wetter ließen sich die Zuschauer dadurch nicht die Stimmung verderben. Beide Mannschaften hatten ein hochspannendes und offenes Match geliefert, in dem die Tollense Sharks das bessere Ende knapp auf ihrer Seite hatten.

"Von Selbstüberschätzung spricht mit Sicherheit keiner im Team, jedem war klar, was das Eröffnungsspiel bedeutete. Vielleicht war der Druck einfach zu groß, zu sehr aufgebaut worden, jeder wollte mehr als 100 Prozent geben. Ich denke, die Mannschaft ist dem nicht gerecht geworden, aber das werden wir in den nächsten Tagen analysieren. Man kann als Aufsteiger auch mal verlieren, so etwas öffnet Augen, habe ich mir sagen lassen. Daran scheitern wir nicht, sondern werden wachsen", erläuterte Jens Mollnau auf die Frage nach der Teamstimmung.

Der nächste Heimauftritt folgt schon am 30. April. Beim 2. Hexenbowl nach 2005 stehen die Wernigeröder erneut Lions gegenüber. Diesmal zwar nicht dem mehrfachen Deutschen Meister aus Braunschweig, aber mit den Leipzig Lions einer ebenfalls sehr erfahrenen Regionalliga-Mannschaft.