Passend zur Harzer Walpurgisnacht stand das zweite Regionalliga-Punktspiel für die American Footballer der Wernigerode Mountain Tigers unter dem Motto "Hexenbowl II". Doch auch gegen die Leipzig Lions blieb der erhoffte Heimsieg aus, die Bergtiger unterlagen mit 7:26.

Wernigerode (ige). Die Harzer waren sich der schweren Aufgabe gegen den Vizemeister der letztjährigen Regionalliga-Saison bewusst, gingen entsprechend konzentriert in die Partie. Bereits in der ersten Angriffsserie erzielte Stefan Köhler einen Touchdown, doch wegen eines unnötigen Fouls wurde dieser nicht gewertet. Im direkten Anschluss spurteten die Lions in die Tiger-Endzone und kamen auch zu ihren ersten sechs Punkten. Nun war die Offense gefragt, doch schon beim zweiten Spielzug ging der Ball kurz vor unserer eigenen Endzone verloren. Die Lions sicherten sich das Angriffsrecht und nutzten den "Elfmeter" zur 12:0-Führung.

Doch diesmal hatten die Tigers die richtige Antwort. Almir Kobiljakovic fing einen Pass von Quarterback Jason Sessoyeff in der Endzone, mit einem erfolgreichen Extra-Kick verkürzten die Bergtiger auf 7:12. Die Harzer schöpften wieder Hoffnung, machten diese durch individuelle Fehler, unnötige Strafen oder auch die Wahl falscher Spielzüge schnell wieder zunichte. Kurz vor der Halbzeit erzielten die Leipziger ihren dritten Touchdown und erhöhten ihre Führung zur Pause auf 19:7.

In der Halbzeitshow begeisterten die Cheerleadergruppen Cats of Pray, Tabby Cats und Kitty Cats mit einer gemeinsamen Performance in Hexenkostümen. Der würdige Rahmen wurde gleichzeitig zum Anlass genommen, um Vereinspräsident Dr. Christian Gottwald und Vizepräsident Ralf "Arno" Lange auszuzeich-nen. Henning Rühe, Präsident des KSB Harz, ehrte beide für ihre Verdienste um die Förderung des Footballsports in Sachsen-Anhalt.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit machten die Tigers ihre Sache zunächst recht ordentlich. Einige Raumgewinne wurden erzielt, konnten aber nicht zum Abschluss gebracht werden. Im weiteren Verlauf machte das Team erneut zu viele Fehler und fand somit nicht mehr zurück ins Spiel. Die Lions erhöhten mit einem weiteren Touchdown und Extra-Kick zum Ende des dritten Viertels auf 7:26. Im letzten Spielabschnitt probierten die Bergtiger noch einmal alles, das viel zu spät angesagte Passspiel kam aber nicht mehr zum Tragen. Somit blieb es beim enttäuschenden 7:26.

Schon am kommenden Sonnabend geht es für die Tigers zu den Berlin Bears, die ihre Auftaktpartie gegen die Rostock Griffins mit 24:12 gewannen. Die Harzer werden alles geben, um das Ruder in der Tabelle herum zu reißen. "Ich werde versuchen das Team auf dieses Spiel in der Kürze der Zeit so fit wie nur möglich zu machen, so dass wir eine gute Chance haben, die Punkte nach Wernigerode zu holen", so der Headcoach der Mountain Tigers, Mark Garza.

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